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HSG Hohenlimburg lässt sich durch Platz sieben nicht blenden

09.02.2012 | 16:06 Uhr
HSG Hohenlimburg lässt sich durch Platz sieben nicht blenden

Hohenlimburg.   So unerfreulich der Blick der anderen Handball-Seniorenteams der HSG Hohenlimburg ist: Das „Flaggschiff“, die Landesliga-Herren, waren der große Gewinner des 15. Spieltages und haben sich durch den schwer erkämpften Auswärtssieg in Halver auf Platz sieben verbessert.

So unerfreulich der Blick der anderen Handball-Seniorenteams der HSG Hohenlimburg ist: Das „Flaggschiff“, die Landesliga-Herren, waren der große Gewinner des 15. Spieltages und haben sich durch den schwer erkämpften Auswärtssieg in Halver auf Platz sieben verbessert. Beeindruckend dabei, wie die Mannschaft sich Mitte der zweiten Hälfte zu steigern wusste und mit einer Vierer-Serie zum 26:28 die für Heimspiel-Atmosphäre sorgenden Schlachtenbummler in Verzückung brachte.

Doch Trainer Oliver Landsiedel denkt gar nicht daran, Entwarnung zu geben. „Für mich zählt nur das Polster auf die Abstiegsplätze, und das ist mit sechs Zählern noch längst nicht ausreichend. Aufatmen können wir erst, wenn wir am Samstag auch gegen die HSE Hamm II gewinnen.

Und das wird schwer genug, denn der Mitaufsteiger setzte seinen positiven Trend fort und gab nach dem verblüffend deutlichen 42:32 über den TV Arnsberg die „Rote Laterne“ an Wetter/Grundschöttel ab. „Das war eine sehr gute Mannschaftsleistung. Jeder hatte einen verdienten Anteil daran“, lobte Spielertrainer Sven Heinlein, der selbst verletzungsbedingt ausscheiden musste, das Engagement seiner Teamkollegen

„Wir haben unsere Konzeptionen mit Geduld zu Ende gespielt, auf Lücken gewartet und auch die Außen und den Kreis in Szene gesetzt“, lobte Heinlein die Durchschlagskraft in der Offensive. Gegen die stark ersatzgeschwächten, zu sehr auf Stratenschulte und Jung angewiesenen Arnsberger gelang zum 28:21 (41.) der entscheidende Vorstoß. Danach spielte sich die HSE-Zweite in einen Rausch.

Spitzenreiter HTV Sundwig/Westig musste sich mit einem 34:34-Remis bei der heimstarken HSG Schwerte/Westhofen begnügen. HTV-Trainer Arnd Wefing, der nächste Saison in einer Art Ringtausch den Posten des künftigen Hemeraner Coaches Hans-Peter Müller beim Verbandsligisten HSG Gevelsberg-Silschede übernehmen wird, war nicht nur, weil beim letzten Angriff die Zeit nicht angehalten wurde und deshalb Kleins zehnter Treffer keine Anerkennung mehr fand, sauer auf die Unparteiischen: „So eine schwache Schiedsrichterleistung habe ich selten gesehen.“ So bedeutete das zwölfte Tor des überragenden Höntsch 45 Sekunden vor Schluss das Endergebnis. „Ich kann vor der Moral der Mannschaft nur den Hut ziehen“, lobte HSG-Coach Niclas Kohl seine Truppe, die beim 6:11 und 13:17 schon deutlich hinten lag.

Um ein Haar wäre auch Hauptverfolger HSV Werdohl/Versetal gestolpert, denn das 30:29 über den TV Westfalia Halingen kam äußerst glücklich zustande. „Wir haben eine Menge blauer Augen angesammelt und selten so unverdient gewonnen“, räumte Trainer Kai Henning ein. Als Matchwinner durfte sich Lohmann feiern lassen, der per Doppelschlag die bis zum 28:29 stets führenden Halinger mit leeren Händen heimreisen ließ. Trotzdem war Coach Christoph Gutzeit keineswegs angefressen, hob die starke Deckungsleistung, die eine 25:21-Führung (41.) ermöglichte.

Bernd Großmann

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