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Historische Kleinbahn-Lok saniert

12.09.2012 | 17:31 Uhr
Historische Kleinbahn-Lok saniert
Karsten Menzel als Lokomotivführer. Die historische Hohenlimburg Kleinbahn ist nach dem Brandanschlag vom Oktober des vergangenen Jahres wieder saniert.Foto: Volker Bremshey

Hohenlimburg. Es ist ein bedeutendes Stück Hohenlimburger Geschichte. Ein besonders schweres Stück. Denn die dieselhydraulische Lokomotive Nr. 4, einst von Orenstein & Koppel im Jahr 1960 gebaut, wiegt stattliche zwanzig Tonnen. Zwanzig Tonnen Stahl, die sich nach der ersten Probefahrt am 3. November 1960 für mehr als 20 Jahre vom Hohenlimburger Bahnhof bis ins obere Nahmertal zum Werk Wurag II quälten, um die damals dort noch pulsierende Industrie mit Material zu versorgen.

Am 31. Dezember 1983 ließ die Hohenlimburger Kleinbahn AG das letzte Mal einen Zug rollen. An diesem für Hohenlimburg so historischen Tag wurde nämlich der Betrieb eingestellt. Rund neun Monate später wurde die Lok, Typ MV 8 Schmalspur, an C.D. Wälzholz verkauft.

Das Hohenlimburger Traditionsunternehmen, viele Jahre von der Kleinbahn „versorgt“, gab der Bahn am 16. November 1985 einen „Ehrenplatz“ und baute diese unübersehbar auf einem Sockel an der Ludwigstraße auf.

26 Jahre später, an einem tristen Sonntagabend im Oktober 2011, zündelten mit Papier und Brandbeschleuniger bislang unbekannte Täter in der Lokomotive und zerstörten diese nicht unerheblich.

Was sollte geschehen? Sollte die historische Kleinbahn an interessierte Museen verkauft werden und somit aus dem Nahmertal verschwinden? Oder sollte sie Hohenlimburg erhalten bleiben und saniert werden?

Die Geschäftsführung von C.D. Wälzholz sprach sich für die zweite Variante aus. In den Folgemonaten kümmerten sich insbesondere Karsten Menzel und Kai Jürgensmann in Kooperation mit heimischen Fachfirmen mit viel Liebe zum Detail intensiv um die Sanierung. Diese strahlten die Lok ab, strichen sie komplett neu an und ersetzten die beim Brand zerborstenen Scheiben und Scheinwerfer.

Damit dem Vandalismus in Zukunft Einhalt geboten wird, ist zusätzlich ein Zaun aufgebaut und eine Videoüberwachung installiert worden. Diese ist notwendig, denn auch in der Unternahmer hat die Zerstörungswut zugenommen. Selbst an den C.D.W-Gebäuden, die von der Fachbehörden der Stadt Hagen aufgrund ihrer besonderen Bedeutung in die Denkmalliste aufgenommen werden sollen, andererseits den Attacken gedankenloser (jugendlicher) Zeitgenossen schutzlos ausgeliefert sind. Deshalb hofft C.D.W-Geschäftsführer Dr. Hans-Toni Junius, dass in Zukunft auch die Anwohner aufmerksam Gebäude und Lok im Blick haben, um dem Vandalismus Einhalt zu gebieten.

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Kommentare
15.09.2012
14:30
Historische Kleinbahn-Lok saniert
von kpbierie | #1

wäre eine Augenweide für das Rondell am Bahnhof. Schön mit Sandsteinen und winterfesten Stauden umgeben ein echter Blickfang. Vielleicht wäre CDW zur Spende bereit??

Wäre doch eine augenfällige Werbung, zumal am Bahnhof mit Aldi und Rewe die Lock und die Werbung mehr gesehen würde als auf dem Firmengelände.

Sollte man mal nachfragen.

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