Fürstensaal zieht Musiker ins Schloss
22.10.2010 | 18:39 Uhr 2010-10-22T18:39:00+0200
Hohenlimburg.Ambiente und Akustik des Fürstensaals sprechen sich in Musikerkreisen herum. Das ist kein Wunder, denn beides ist einzigartig. So kommen die Hohenlimburger in den Genuss hochklassiger Konzerte.
Zu den musikalischen Höhepunkten gehören zweifellos die Kammermusiktage, vor drei Jahren initiiert und seither veranstaltet von Pianistin und Musikpädagogin Sanja Stefanovic und der Schloss Hohenlimburg GmbH. Im nächsten Jahr, so ist es gedacht, sollen die Kammermusiktage auf den September vorverlegt werden. Sanja Stefanovic: „Wir könnten uns auch gut zwei klassische und zwei Jazzkonzerte vorstellen.“
In diesem Jahr wird es zwei Kammerkonzerte geben, jeweils an einem Sonntag. Das erste findet am 7. November, statt, das zweite am 21. November. Leschek Wawrzyniak vom Bentheimer Hof gewährt auch diesmal wieder ermäßigte Übernachtungspreise für die Künstler und ihre Angehörigen.
Sanja Stefanovic und Schlossmanagerin Julia Dettmann stellten das Programm gestern im Bentheimer Hof vor.
Das Konzert am 7. November, 11 Uhr, ist ein Wiedersehen mit Preisträgern des „Internationalen Kinder- und Jugend-Klavierwettbewerbs für Barock und Frühklassik“, den Sanja Stefanovic im März 2010 ins Leben gerufen hatte. Der Wettbewerb war der erste dieser Art in ganz Europa.
Diese Sonntagsmatinee gestalten fünf hochbegabte Kinder. Die sieben Jahre alte Carmen Geutjes (2. Preis und Publikumspreis) spielt u. a. eine Polonaise von Chopin.
Moe Nagaishi (8 Jahre), 1. Preis, trägt Haydn und Chopin vor. Die acht Jahre alte Mai Kawasaki (1. Preis) hat sich u. a. für das Nocturne cis-moll von Chopin entschieden.
Die 11-jährige Marin Oba ( 2. Preis) wählte für ihren Auftritt an den Kammermusiktagen J. S. Bach: Partita1 BWV 826, Sarabande, Rondeaux. Ihre Schwester Karin Oba (1. Preis) spielt den 1. Satz aus Haydns Sonate D-dur Hob. XVI.24.
Einziger Junge ist Simon Staub (10 Jahre), der im März den Repertoirepreis gewann. Seine Musikauswahl für Hohenlimburg: Orlando Gibbons, Anatoli Ljadow und Paul Ben-Haim.
Sanja Stefanovic: „Das wird ein wunderbares Konzert. Es ist ganz erstaunlich, was die Preisträger schon meistern.“
Auch das zweite Kammermusikkonzert am Sonntag, 21. November, 18 Uhr, bringt ein Wiedersehen. Das Breslauer Streich-Quartet, ehemals Breslauer Stadt Quartet, eröffnete die ersten Kammermusiktage im November 2008 und wurde begeistert vom Publikum gefeiert. Gastpianistin dieses Konzertes wird Sanja Stefanovic sein. Auf dem Programm stehen u. a. das Klavierkonzert f-moll von Chopin und Klavierquintett von Robert Schumann. Das Breslauer Streich Quartet: Tomasz Stocki (Violine), Magdalena Plociennik (Violine), Romuald Zarejko (Bratsche) und Anna Dynda (Violoncello).
Eintritt für das Konzert der Breslauer 12 Euro, für die Sonntagsmatinee der jungen Preisträger 6 Euro. Karten an der Museumskasse im Schloss oder online www.schloss-hohenlimburg.de
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