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Anschlag

Hündin Conny vor Rasierklingen in Frikadellen gerettet

15.08.2013 | 17:15 Uhr
Hündin Conny vor Rasierklingen in Frikadellen gerettet
Diese mit Rasierklingen bestückten Frikadellen hätten für Hündin Conny ein tödliches Fressen werden können.Foto: Volker Bremshey

Hohenlimburg.   Sowas kann nur ein Hundehasser gemacht haben. In der Kleingartenanlage von Herbert Stiebing lagen fünf Frikadellen an einem wilden Flieder, die zu einem tödlichen Fressen für seine Hündin Conny hätten werden können. Denn in den Fleischklöpsen steckten messerscharfe Rasierklingen. Klare Indizien für den geplanten Anschlag eines Tierquälers mit grausamen Hundeködern.

„Das Tier hat viel Glück gehabt.“ Davon ist Matthias Römer, erfahrener Tierarzt in der Praxis von Dr. Petra Borsuck, überzeugt. Denn der noch unbekannte Täter hatte, vermutlich in den frühen Morgenstunden, die mit jeweils einer Rasierklinge bestückten fünf Frikadellen so geschickt am wilden Flieder in der idyllischen Kleingartenanlage an der Wuragstraße platziert, das Conni diese beim morgendlichen „Pipi machen“ sofort entdeckt und mit hoher Wahrscheinlichkeit auch gefressen hätte.

Anonymer Anrufer informierte Nachbar

Warum ein anonymer Anrufer jedoch einen zwei Häuser entfernt wohnenden Nachbarn über diesen hinterhältigen Anschlag informiert haben soll, darüber rätselt Hundehalter Herbert Stiebing.

Verdachtsmomente und kleine Mosaiksteinchen, die auf die Spur des gemeinen Täters führen könnten, gibt es genug. „Diese zusammenzusetzen ist Aufgabe der Polizei“, sagt Herbert Stiebing, der sich mit seiner Ehefrau nicht an möglichen Spekulationen beteiligen möchte. Die Ermittlungen laufen.

Im Garten liegen vergiftete Frikadellen

Was war passiert? Am späten Montagvormittag erhielt das seit fast dreißig Jahre an der Wuragstraße lebende Ehepaar den Hinweis. „Bei Euch im Garten liegen vergiftete Frikadellen.“ Herbert Stiebing schaute sofort nach und wurde fündig. Wie die Perlen an einer Kette lagen diese unter dem Fliederbusch. Hatte die zweijährige Hündin Conni, die dem Rentner sehr ans Herz gewachsen ist, schon eine oder gar mehrere aufgefressen?

Keine Verletzungen bei Hündin Conny zu erkennen

Besorgt fuhr Stiebung sofort in die Praxis von Dr. Petra Borsuck. Dort kümmerte sich Matthias Römer um die junge Patientin. „Der erste Eindruck war gut. Es waren keine Auffälligkeiten zu erkennen“, sagte er im Gespräch mit unserer Redaktion.

Herbert Stiebing mit der zweijährigen Hündin Conny in seinem Kleingarten. Er ist entsetzt über den geplanten Anschlag eines Hundehassers in Hohenlimburg. Foto: Volker Bremshey

Als Römer sich dann die verdächtigen Fleischklopse näher ansah, erschrak er. Denn beim Aufbrechen entdeckte der Tierexperte messerscharfe Rasierklingen. In jeder Frikadelle eine. Weil nicht klar war, ob Conni bereits eine verschlungen hatte, röntgte er den gesamten Körper des verspielten Vierbeiners. Und entdeckte, zur Erleichterung von Herbert Stiebing, nichts.

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Kommentare
16.08.2013
16:16
Anonymer Anrufer informierte Nachbar
von messerjockel | #1

Dann liegen ja beim Provider Verbindungsdaten vor - wenn nicht,dann sollte man sich mal mit dem Nachbarn befassen, ob er nicht vom schlechten Gewissen...
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http://www.derwesten.de/staedte/hohenlimburg/fuenf-rasierklingen-in-frikadellen-id8315703.html
2013-08-15 17:15
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