Fillippeli lag mit seinem Tipp richtig
29.06.2012 | 15:22 Uhr 2012-06-29T15:22:00+0200
Hohenlimburg. Aus und vorbei. Die Enttäuschung der deutschen Fußballfans nach dem 1:2 gegen den Dauer-Angstgegner Italien war ebenso groß wie die vorherige Hoffnung, die Azzurris endlich einmal in einem Wettkampfmatch besiegen zu können. Während der Hohenlimburger Handballmanager Alex Fillippeli also mit seinem 2:1-Tipp letztlich goldrichtig lag, müssen sich die von uns nach der Vorrunde interviewten heimischen Fußballtrainer revidieren.
Aus und vorbei. Die Enttäuschung der deutschen Fußballfans nach dem 1:2 gegen den Dauer-Angstgegner Italien war ebenso groß wie die vorherige Hoffnung, die Azzurris endlich einmal in einem Wettkampfmatch besiegen zu können. Während der Hohenlimburger Handballmanager Alex Fillippeli also mit seinem 2:1-Tipp letztlich goldrichtig lag, müssen sich die von uns nach der Vorrunde interviewten heimischen Fußballtrainer revidieren. Bemerkenswert dabei, wie einig sich Roland Golombeck (SV 1910), Rupert Gerl (Berchum/Garenfeld) und Jakob Weber (Eintracht) in der Einschätzung der ersten Elf waren. „Wollte Löw etwas nicht ins Endspiel?“, lautet die provokante Frage von Weber, der mit dem Einsatz von Kroos statt Reus ebenso wenig anfangen konnte wie Golombeck („Wir haben uns damit unserer Waffen auf rechts beraubt) und Gerl, der von einer „rätselhaften, sehr verwunderlichen Startaufstellung“ spricht und die Korrektur als zu spät bezeichnete: „Es ist unheimlich schwer, gegen Italien einen 0:2-Rückstand wettzumachen.“.
Unabhängig voneinander moniert das Trainerduo: „Im Vorfeld wurde immer auf die eigene Stärke und gesundes Selbstbewusstsein gepocht, aber plötzlich wird sich bei der Aufstellung nach dem Gegner gerichtet.“ Einigkeit herrscht auch bei der Beurteilung: „Die rechte Seite war dadurch völlig blank, von dort drohte den Italienern überhaupt keine Gefahr.“
Trotz der recht deutlichen Kritik an Löws Taktik fällt das Gesamtfazit in Bezug auf den deutschen Auftritt in Polen und der Ukraine moderat aus. „Bis zum Italien-Spiel war das ganz in Ordnung, auch wenn einige Leistungsträger dauerhaft unter Form geblieben sind“, meint Weber. Und Golombeck, der bei unserem Anruf gerade bei einer Trainertagung weilte, wo das Fehlen guter Freistöße und Eckbälle Thema war, fordert: „Man darf jetzt nicht den Stab über das Team brechen, auch wenn das eine deutsche Marotte ist. Man muss vor allem die Leistung der Italiener anerkennen, Ich traue ihnen durchaus zu, dass Endspiel für sich zu entscheiden.“ Rupert Gerl hingegen bleibt bei seinem EM-Tipp Spanien: „Solche dummen Abwehrfehler wie wir machen die nicht.“
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