Familien in belasteten Lagen helfen
22.02.2012 | 15:39 Uhr 2012-02-22T15:39:00+0100
Hohenlimburg.Die Gründung der Evangelischen Jugendhilfe Iserlohn-Hagen wurde am Sonntag in der Reformierten Kirche in Hohenlimburg festlich begangen.
In der neuen Gesellschaft engagieren sich 370 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in der Kinder- und Jugendhilfe und den Jugendberufshilfen in Iserlohn, dem Märkischen Kreis, dem Ennepe-Ruhr-Kreis und in Hagen. Fast genau vor einem Jahr war die Gründung der Diakonie Mark-Ruhr mit Sitz in Hagen und Iserlohn.
Seit dem 1. Januar diesen Jahres fand nun auch die Jugendhilfe zusammen, genauer gesagt der Fachbereich „Jugend/Arbeit-Leben-Zukunft“ des damaligen Diakonischen Werkes Ennepe-Ruhr/Hagen und die Evangelische Jugendhilfe Iserlohn der damaligen Diakonie Mark-Ruhr mit Sitz in Iserlohn. Der Wirkungsbereich der neuen Gesellschaft umfasst Hagen und den EN-Kreis sowie den Märkischen Kreis. In der stationären Erziehungshilfe hat die Einrichtung sogar überregionale Bedeutung.
Geschäftsführer der „neuen“ Evangelischen Jugendhilfe Iserlohn-Hagen sind Angelika Hamann, Volker Holländer und Reinhard Meng. Anlässlich der Neufirmierung fand ein kleiner Festakt in der reformierten Kirche in Hohenlimburg statt.
Die Inhalte der Arbeit der Evangelischen Jugendhilfe bringt Angelika Hamann auf den Punkt: „Wir unterstützen Kinder, Jugendliche und Familien in hochbelasteten Lebenssituationen und helfen ihnen bei der Suche nach Lösungen, damit ihr Leben gelingen kann. Als ein Bestandteil der Diakonie Mark-Ruhr bieten wir, dezentral organisiert und inhaltlich differenziert, unterschiedliche Formen von Betreuung, Bildung und Erziehung für Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und Familien an.“
In Kooperation mit Kommunen, speziell den Jugendämtern, leisten die 370 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Evangelischen Jugendhilfe wertvolle Hilfen zur Erziehung in ambulanter, teil- und stationärer Form. In unterschiedlichsten Wohnformen werden mit jungen Menschen Lebensperspektiven gemeinsam entwickelt. Die Zusammenarbeit mit den Herkunftsfamilien spielt dabei eine wichtige und zentrale Rolle.
Im Bereich der ambulanten Hilfen werden Familien aufsuchend begleitet und mit dem Ziel der Stärkung der elterlichen Kompetenz auf verschiedene Art und Weise unterstützt.
Die Jugendberufshilfe, in Zusammenarbeit mit Arbeitsagentur und Jobcenter, bietet überbetriebliche Ausbildung für sozial Benachteiligte und individuell beeinträchtigte Jugendliche, die auf dem ersten Ausbildungsmarkt keine Chance haben.
„Nach wie vor entscheidet oft die Herkunft, welche Bildungschancen die Jugendlichen haben. Wir bieten hier sozialpädagogische und lernunterstützende Begleitung für junge Menschen, um eine Integration in die Arbeitswelt und somit ein selbstständiges Leben zu ermöglichen“, so Angelika Hamann. Zurzeit werden 135 Auszubildende in den Maßnahmen der Jugendberufshilfe betreut.
Weitere Handlungsfelder sind die Jugendsozialarbeit, Schulsozialarbeit und die offene Kinder- und Jugendarbeit sowie der „offene Ganztag“. Dieses Angebot der Evangelischen Jugendhilfe geht zeitlich und inhaltlich über ein reines Betreuungsangebot hinaus, es verfolgt Erziehungs- und Bildungsziele und schließt die Versorgung mit einem Mittagessen ein. Den Kindern soll es eine ganzheitliche Förderung in ihren Stärken und Fähigkeiten, ihrer Beziehungsfähigkeit und ihrer sozialen Kompetenz bieten. Durch die Schulsozialarbeit werden Kinder nach dem Bildungs- und Teilhabegesetz unterstützt. Ein Beitrag, um mehr Chancengerechtigkeit für Kinder aus finanzschwachen Familien zu erreichen.
Die Diakonie Mark-Ruhr
Die rund 3300 Mitarbeiter der Diakonie Mark-Ruhr beraten, pflegen, unterstützen und fördern Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Familien in schwierigen Lebenssituationen. Geografisch erstrecken sich die Angebote und Einrichtungen der Diakonie Mark-Ruhr auf den Ennepe-Ruhr-Kreis, den Märkischen Kreis, die Stadt Hagen sowie Frömern und Schwerte im Kreis Unna.
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