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Erfreuliche Aussichten sind kein Grund zum Ausruhen

20.06.2007 | 08:38 Uhr

Hohenlimburg. Welche Tugenden ein Bürgermeister und ein Bankdirektor haben sollten, das erfuhren 46 Vertreter der Hohenlimburger Volksbank auf ihrer Versammlung am Dienstagabend von Altenas Stadtoberhaupt Dr. Andreas Hollstein (CDU). "Die Menschen müssen

Dass die Volksbank als einzige eigenständige Bank in Hohenlimburg diesen Weg auch weiterhin konsequent beschreiten wird, daran ließ Direktor Paul Krampe im Rahmen seiner Bilanzrede zum vergangenen Geschäftsjahr keinen Zweifel aufkommen.

Die Kundschaft hat es den Volksbankern im vergangenen Jahr gedankt. Die Kundeneinlagen nahmen um fast 10 Millionen Euro zu, die Bilanzsumme wuchs um 6,3 Prozent auf über 270 Millionen Euro. Und der Trend hält an. "Im laufenden Jahr konnten wir bereits ein Wachstum von 3,5 Prozent ausmachen und rechnen zum Jahresende mit einer Bilanzsumme von rund 320 Millionen Euro", verkündete Paul Krampe im Schlosshotel Holzrichter den Vertretern. Bei diesen erfreulichen Aussichten hatten die auch kein Problem damit, den Jahresabschluss 2006 einstimmig zu genehmigen. Zumal die Dividende von 5,5 auf 6 Prozent angehoben werden konnte.

"Kein Grund zum Ausruhen", wie Jubilar Paul Beckmann es formulierte. "Ich werde auch in den kommenden Jahren meine Schaffenskraft mit Lust und Liebe für die Bank einsetzen. Halten Sie Ihre Bank in Ehren, damit wir auch in 15 Jahren noch Erfolge aufweisen können", forderte Beckmann, der seit 25 Jahren als Direktor fungiert. Für seine Arbeit erhielt er nicht nur eine Auszeichnung vom Genossenschaftsverband, sondern auch reichlich Beifall nach den lobenden Worten von Vertreter Siegfried Sauter: "Ohne Paul Beckmann wäre die positive Entwicklung unserer Bank nicht möglich gewesen."

Nachdem das Gremium die Aufsichtsratsposten von Dr. Thomas Weckerle und Hans Erkeling durch Wiederwahl bestätigt hatte, hielt Dr. Andreas Hollstein als Gastredner, was er zuvor versprochen hatte. "Der demographische Wandel ist eigentlich eine sehr trockene Angelegenheit. Ich will aber versuchen, Ihnen unsere Bevölkerungsprobleme verständlich zu machen." So riet Dr. Hollstein als Mitglied einer Demographiekommission, die Bundespräsident Köhler ins Leben rief, den massiven Bevölkerungsrückgang nicht schlecht zu reden, sondern ihm auf lokaler Ebene mit Ideen zu begegnen. "Wir werden bunter, weniger und älter", fasste der Referent die Zukunftsaufgaben zusammen. Denn der Trend, so Dr. Hollstein, lasse sich nicht einfach umkehren. Der Geburtenrückgang sei eben keine Erscheinung unserer Tage, sondern halte seit 1972 an. "Um Kinder zu bekommen, brauchen wir erst einmal Mütter. Aber selbst die sind schon rar geworden." So entwickle sich aus einer einstigen Bevölkerungspyramide mit junger Basis und den alten Menschen an der Spitze ein Bevölkerungspilz, der den Überhang der älteren Generation widerspiegelt. Auch die Zuwanderung könne den Bevölkerungsrückgang nicht stoppen.

Von Andreas Reitmajer

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