Entscheidung über Zukunft fällt im Juni
18.02.2010 | 17:27 Uhr 2010-02-18T17:27:00+0100Hohenlimburg. Bis zur endgültigen Entscheidung über den Abriss oder die Umgestaltung des Parkhauses in ein kleines Einkaufscenter werden nach fast einjähriger Verzögerung noch einmal vier Monate ins Land gehen.
Nach der beendeten gerichtlichen Auseinandersetzung um das Vergabeverfahren soll jetzt noch einmal in zweiter Runde eine Bewertungskommission entscheiden, ob nun der Arnsberger Investor Wilhelm Meyer mit seinem Umgestaltungskonzept oder der Letmather Architekt Manfred Kissing mit dem vorgeschlagenen Abriss des Parkhauses und dem Neubau eines Einkaufscenters zum Zuge kommen.
Für das Verfahren, das schon einmal in einer Sackgasse endete, soll der Rat in nichtöffentlicher Sitzung am kommenden Donnerstag grünes Licht geben.
In der Kommission werden neben Dr. Herbert Bleicher als Jurist auch Christine Grebe vom Fachbereich Planen und Wohnen, jeweils drei Vertreter von CDU und SPD und jeweils ein Vertreter von Bündnis90/Die Grünen, Hagen Aktiv und der FDP sitzen. Auch der Zeitplan steht schon fest. So können die beiden Investoren im März noch einmal ihre Angebote für den Erwerb des städtischen Grundstücks, verbunden mit den Planungen, einreichen. Am 15. April wird es separate Verhandlungen zwischen der Bewertungskommission und den Investoren geben, am 10. Mai wird die Kommission dann eine Entscheidung treffen, die der Rat am 10. Juni absegnen soll.
Wilhelm Meyer, der mit dem geplanten Umbau des Parkhauses in ein kleines Einkaufscenter mit ausreichend Parkplätzen und der zugesagten Sanierung des Hohenlimburger Bahnhofs bei der ersten Bewertungsrunde zwar gewonnen hatte, dann aber aufgrund politischer Einflussnahme blockiert wurde, lässt sich nicht entmutigen.
„Auch wenn es den Anschein hat, dass sich die Parteien bereits festgelegt haben, werde ich mich mit meinen Planungen auch der zweiten Kommission stellen. Ich hoffe dabei auf eine faire Bewertung nach städtebaulichen Kriterien”, sagte er gestern unserer Zeitung.
Manfred Kissing, der neben dem Parkhaus auch den Hohenlimburger Bahnhof abreißen will und einen ganz neuen Bahnsteig plant, wird der neuen Bewertungskommission seinen Zeitplan erläutern müssen. Denn letztlich ist es die Bahn, die über die Umgestaltung ihrer Anlagen bestimmt. Planen, so heißt es aus dem Rathaus, könne man viel, wann die Bahn allerdings an die Umsetzung geht, das stehe in den Sternen.
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