Ein 200 Jahre alter Superstar
24.06.2011 | 17:39 Uhr 2011-06-24T17:39:00+0200
Hohenlimburg.200 Jahre wäre Franz Liszt in diesem Jahr alt geworden. Seine Kompositionen erfreuen sich bis heute größter Beliebtheit und verzückten am Donnerstagabend ein großes Publikum im ausverkauften Fürstensaal von Schloss Hohenlimburg.
In einem wunderbaren Wechselspiel hauchten Dr. Peter Schütze und Michael Zieschang dem 1886 verstorbenen Musiker erneut Leben ein.
Zieschang eröffnete den Abend mit einer eben so harmonischen wie einfühlsamen Interpretation von „Bénédiction de Dieu dans la solitude“.
Schütze ergänzte die musikalischen Darbietungen nicht nur durch humorvolle Moderation, sondern auch durch Rezitation zahlreicher Schriften, die sich mit dem Leben von Franz Liszt beschäftigt haben.
Schon Heinrich Heine wusste die Arbeit von Liszt zu würdigen. In seiner „Lutetia“ betonte der Lyriker, dass mit Ausnahme von Chopin neben Liszt alle anderen Klavierspieler eben „nur“ Klavierspieler seien.
„Liszt hat seine zunächst mangelnde Bildung durch ein intensives Selbststudium bereichert. Man kann sagen, dass er Literatur gerade zu gefressen hat“, erklärten Schütze und Zieschang.
Neben Heine rezitierte Schütze auch Dante Alighieri und Victor Hugo.
Mit großem Applaus würdigte das Publikum die Darbietungen Zieschangs, der sein ganzes Herz und seine Leidenschaft in die Musik von Liszt legte und sich den Höhepunkt für das Ende des Liszt-Abends aufhob.
Mit der „Paraphrase de concert“ fand dieser einen würdigen Abschluss.
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