Das Herz Hohenlimburgs wird 90
27.07.2011 | 11:29 Uhr 2011-07-27T11:29:00+0200
Hohenlimburg.Sie hat viele Jahre für ihr Hohenlimburg gekämpft, sich für die Bürgerinnen und Bürger eingesetzt und engagiert – kurz gesagt: Sie ist das Herz von Hohenlimburg. Marie Schumann feiert heute ihren 90. Geburtstag.
Dabei ist die „Neu-Neunzigerin“ ein unglaublicher Glücksfall für Hohenlimburg. Sie erblickt nämlich am 21. Juli 1921 in Memel (Ostpreußen) das Licht der Welt. Der zweite Weltkrieg führt sie zunächst nach Berlin, dann nach Krumpa im Kreis Merseburg. Dort lernte sie Karl Schumann kennen, den sie 1946 heiratet.
Glückliche Jahre folgen, sie bringt ihre Töchter Edda und Jutta zur Welt. Bei Nacht und Nebel muss sie ihre Wahlheimat verlassen und zieht 1953 nach Hohenlimburg, die Geburtsstadt ihres Vaters Ernst Mork.
Hier arbeitet sie als Erzieherin und DRK-Helferin, lernt den damaligen Bürgermeister Paul Knapp kennen. Durch ihn fand Marie Schumann den Weg zur SPD. Als sie 1961 erstmalig für das Hohenlimburger Stadtparlament kandidiert, ahnt die damals 39-Jährige noch nicht, was für eine politische Laufbahn und ein aufregendes Leben ihr bevorsteht.
1964 wird sie direkt in den Kreistag des ehemaligen Landkreises Iserlohn gewählt und ist dort als Abgeordnete bis zur kommunalen Neuordnung (31. Dezember 1974) tätig. Ihr Hauptinteresse gilt der Schul- und Kulturpolitik.
Nie vergisst sie die schwärzesten Stunden ihres politischen Lebens, die Eingemeindung Hohenlimburgs nach Hagen. Von 1975 an ist sie 14 Jahre und fünf Monate als Bezirksvorsteherin für Hohenlimburg tätig, geht keinem „Gefecht“ mit Hagener Politikern aus dem Weg. Wann immer es für Hohenlimburg etwas zu erkämpfen gibt, ist sie in vorderster Reihe dabei.
Höchstes Ansehen erntet sie, als sie intensiv und unermüdlich für die Selbstständigkeit Hohenlimburgs kämpft. Der Kampf findet ein juristisches Ende mit der Ablehnung einer entsprechenden Klage vor dem Landesverfassungsgericht in Münster am 11. November 1976. Zu diesem Zeitpunkt ist Marie Schumann bereits Bezirksvorsteherin und Mitglied im Rat der Stadt Hagen.
Stets hat sie für die Bürgerinnen und Bürger ein offenes Ohr, ist über einen harmonischen Dialog über die Parteigrenzen bemüht. Die Herzlichkeit, mit der Marie Schumann ihren Mitmenschen begegnet, überträgt sich auch auf die Beziehungen mit den Partnerstädten Liévin und Bruck an der Mur. 1989 erhält sie die Goldene Verdienstnadel der Stadt Bruck, 1990 ernennt sie Liévin zur Ehrenbürgerin.
1989 verabschiedet sie sich von der kommunalpolitischen Bühne, denkt aber nicht an den Ruhestand. Sie führt lange Jahre den Hohenlimburger Schwimmverein. „Einmal haben unsere Wasserball-Männer unseren ärgsten Widersacher aus Spandau besiegt“, bezeichnet sie beim 75-Jährigen Jubiläum des HSV voller Stolz ihren schönsten Moment in ihrer Vereinstätigkeit.
Auch gehört sie dem Sprecherrat der Bürgerinitiative „Arbeitsplätze verteidigen - Zukunft für Hohenlimburg“ an, die 1992 mit Blick auf die Fusion von Krupp und Hoesch und den damit verbundenen drohenden Massen-Entlassungen gegründet wird. An ihrem 80. Geburtstag, den sie mit ihrer ganzen Familie im privaten Kreis feiert, sagt sie: „Sollte die Brücke über die Bahnlinie Hagen/Siegen nicht gebaut werden, verschärfen wir die Proteste. Notfalls setze ich mich auf die Bahnschienen.“
2008 muss Marie Schumann einen schweren Schicksalsschlag verkraften. Ehemann Karl stirbt im Alter von 85 Jahren.
Marie Schumann ist heute noch Ehrenvorsitzende der SPD Hohenlimburg. Sie lebt in einem Seniorenheim, und sie lebt gerne dort, geht viel an die frische Luft. Sie wird liebevoll von ihrer Familie betreut. Es geht ihr gut. Kürzlich sagte sie: „Politik sollen jetzt mal die Jüngeren machen.“
06:17
#9, Echt?
22:53
# 7: Sie sollten schon Ihre eigenen Worte wählen: Die Aussage Ihre Kommentare werden besser. Weiter so. haben Sie von mir abgeschrieben (mein Kommentar zum Bentheimer Hof am 27.07.2011). Das nennt man Plagiat. Billig.
21:12
#5 Mein Resümee über Marlies Schumann ist auch nicht gerade hervorragend.
Die ehemalige Stadt Hohenlimburg hoch verschulden und keine Kredite bei der damaligen Landesregierung aufnehmen, geschweige anfordern. Dan versuchen mit Geschichten und Methoden a´la Wihelm Bleicher, den Karren wieder aus dem Dreck zu ziehen, siehe Freiheitskampf.
#6 Wer in der Öffentlichkeit steht oder gestanden hat, muss sich auch Kritik anhören. Da spielt das Alter keine Rolle. Mag ja sein das Frau Schumann aus der Sicht der Hohenlimburger, eine gute Politikerin war, aber aus heutiger sicht war Sie eher untauglich für eine Stadtführung und oder Kommunalpolitik.
17:25
@Donnerschlag, Sie bemühen sich, die Antworten sorgfältig zu schreiben und Meine Erwartungen wurde entsprochen. Ihre Kommentare werden besser. Weiter so
11:14
# 5: Stuss bleibt Stuss. Die Antwort auf Ihre Frage sollten Sie sich selbst geben. Der Respekt vor der großen Lebensleistung der Jubilarin verbietet es mir, weiter darauf einzugehen.
01:06
#4 Das ist kein Stuss, das hat die gute Frau Schumann bei einem Interview mit Radio-Hagen von sich gegeben, mitte der 90er Jahre. Radio-Hagen war mit einem Ü-Wagen vor dem alten Postgebäude in der Hohenlimburger Fußgängerzone und Harry Wandke führte durch das Programm. Das Thema war natürlich die Eingemeindung Hohenlimburgs und wie es nach 20 Jahren aussah. Marlies Schumann und andere wurden zu dieser Diskusionsrunde eingeladen. In Hohenlimburg wäre die Vorwahländerung Technisch möglich und die damalige zuständige Bundespost hatte dies auch vorgehabt. Marlies Schumann war strikt dagegen und hat sich für den erhalt der Hohenlimburger Vorwahlnummer stark gemacht. Das Interview war an einem Samstagvormittag und ging ca. 2 Std. Wunderlich war nur, das trotz Werbung im Radio und Presse nur ca. 4 interessierte Besucher dieser Podiumsdiskussion mit Local Star Guests beiwohnten. Das Wetter war an diesem Tag Grau aber trocken.
@Donnerschlag, sagen Sie mir warum Marlies Schumann so etwas in der Öffentlichkeit kundtut, obwohl es aus Ihrer sicht, nicht der wahrheit entspricht?
20:58
# 1: Einen größeren Stuss hat man selten gelesen. Alle Städte und Gemeinden, die 1975 eingemeindet wurden, haben ihre alte Vorwahl behalten, siehe auch Letmathe oder Dahl. Das hatte was mit den Kapazitäten des damaligen Fernmeldeamtes zu tun - und nicht mit Frau Schumann. Unglaublich.
# 2:
Was haben die Wattenscheider Neonazis mit Hohenlimburg zu tun? Ein unsäglicher Vergleich. Bei solchen Kommentaren verdreht man die Augen.
20:20
Wat seid ihr für unbezahlte Schwätzer, zumindest aber keine Hohenlimburger. Und anscheinend kennt ihr Frau Schumann nicht persönlich.
19:16
#1 Viel Geld und noch viel mehr Nerven. Ich erinnere an die derben Sprüche eines Hans Loew. Das ist doch ein biologischer Faktor, in 20 Jahren spricht niemand mehr von der Selbständigkeit. Genau wie in Haspe. In Wattenscheid ist es auch ruhiger geworden, nachdem die Neonazis und die Querulanten gestoppt oder ruhig geworden sind.
17:35
Frau Schumann hat auch dazu beigetragen das Hohenlimburg seine Vorwahlnummer behalten durfte, 02334/ anstatt 02331/.
Ob es Sinn oder Unsinn war die Vorwahlnummer zubehalten, wage ich nicht zu beurteilen. Den Hohenlimburger Freiheitskämpfern hat es auf jeden fall gefallen und u.a. dazu animiert, den Freiheitskampf offiziell bis in den 1990er Jahren zu führen.
Was der Freiheitskampf bis heute den Steuerzahler gekostet hat?