Bürgerpreis geht an Ehepaar Erkeling
28.10.2009 | 16:38 Uhr 2009-10-28T16:38:00+0100
Hohenlimburg. Den Bürgerpreis der CDU konnte am Dienstagabend das Ehepaar Doratea und Hans Erkeling in feierlichem Rahmen vom Hohenlimburger CDU-Vorsitzenden Willi Strüwer entgegen nehmen.
„Alle fünf Sekunden stirbt ein Kind auf dieser Welt an Hunger und seinen Folgen. Wir können und werden dies nicht hinnehmen!” Unermüdlich kämpfen Hans und Doratea Erkeling seit zwölf Jahren gegen Kinderarmut, Missbrauch und Elend in der Welt an, üben Kritik an Autoritäten und helfen dort, wo Hilfe unerlässlich ist - vor Ort „So dynamisch und kraftvoll man der Bankenkrise begegnet ist, so hätte man auch dem Hunger auf der Welt begegnen müssen. Und dies fordern wir ein.”
Das Herz des Vereins
Dienstag Abend ehrte Willi Strüwer das rastlose Paar im Namen der Ortsunion mit dem Bürgerpreis der CDU Hohenlimburg. Als „Herzen” des umtriebigen Vereins „Don Bosco International” personifizierten Hans und Doratea Erkeling „Hilfsbereitschaft und praktizierte Nächstenliebe”. Zum ersten Mal ging die Preisverleihung daher mit der Überreichung einer Spende einher: Die örtliche CDU hatte bereits im Vorjahr rund 1000 Euro gesammelt, die das Ehepaar Erkeling am Dienstag feierlich empfing.
Unbedeutendes Rad im Getriebe
„Wir haben noch nie einen Preis erhalten”, betonte Hans Erkeling, der die generöse Spende sichtlich bewegt entgegen nahm. „Sie können sich nicht vorstellen, wie vielen Menschen man mit diesem Geld helfen kann.” Dennoch, betonte „Dora” Erkeling, sei das Engagement der Eheleute „nur ein unbedeutendes Rad im Getriebe humanitärer Hilfeleistung weltweit.” Noch heute lebten weltweit rund 200 Millionen Kinder auf der Straße, Tendenz steigend. „In den Entwicklungsländern arbeiten 250 Millionen Kinder zwischen 5 und 14 Jahren bis zu 16 Stunden täglich”, so Erkeling, die ihr Ehrenamt als „persönliche Antwort auf dieses Elend” empfinde.
Kinder als Soldaten in Afrika
Jahr für Jahr bereisen Hans und Doratea Erkeling die Armenviertel der dritten Welt - und erleben eine verstörende Parallelwelt: „Fünfjährige durchstreifen die Straßen mutterseelenallein”, berichtete Hans Erkeling. Das tatkräftige Duo erzählt von Kindern, die sich in Afrika als Soldaten verdingen, und blutjungen Prostituierten, die in Asien ein Dasein als Sklaven fristen. „Doch es gibt Hoffnung, denn es gibt Menschen, die helfen.
Allein das Erkeling'sche „Familienunternehmen” Don Bosco International unterstützte in zwölf Jahren 150 Projekte. „Dies ist nur durch die großzügigen Spenden all der Menschen möglich, die daran glauben, dass wir etwas verändern können.” Denn: „Kinder sind Edelsteine, die auf der Straße liegen. Man muss sie nur aufheben, und schon leuchten sie.”
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