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Bei den Mambas versprüht Tobi sein Gift mit viel Freude

19.06.2007 | 10:44 Uhr

Hohenlimburg. Seit fünf Jahren steht Tobias Opfermann im Tor der "Mendener Mambas" und versprüht sein Gift in der ersten Inlineskater-Bundesliga. Angefangen hat er aber ganz woanders: auf dem Pausenhof der Hauptschule Hohenlimburg.

Der junge Mann ist Sportler mit Leib und Seele. Opfermann? Den Namen kennt man vor allem rund ums Kirchenberg-Stadion. Während Mutter Iris lange Jahre als Trainerin fungierte, war Vater Gerd bis vor zwei Jahren Jugendleiter des SV Hohenlimburg 1910. Kein Wunder, dass auch Sohn Tobias seine ersten sportlichen Gehversuche auf dem Fußballplatz unternahm. Bis zur A-Jugend stand er bei den Zehnern im Tor. Vor dem Wechsel ins Seniorenlager beendete der Elseyer allerdings seine Fußball-Karriere, um sich jenem Sport zu widmen, dem er mit seinen Freunden und Schulkollegen an der Hauptschule Hohenlimburg mit wachsender Begeisterung nachging: Inlineskater-Hockey.

Als "Mad Dogs Hohenlimburg" sorgte die Schulmannschaft zunächst bei Turnieren für Aufsehen. Aber die "verrückten Hunde" gingen irgendwann getrennte Wege, und Tobias Opfermann schloss sich den Letmather "Terminators" an. Vom Zweitligisten wechselte er schließlich zu den Mendener Mambas, wo er seit 2002 und inzwischen in der 1. Bundesliga das Tor hütet. Dass der 26-Jährige auch Eishockeyfan ist, erklärt sich fast von selbst.Tatsächlich geht Opfermann noch jeden Samstag mit den "Puckbeißern" aufs Eis. Wann immer es die Zeit erlaubt, feuert er zudem die DEL-Cracks der Iserlohn Roosters im Eisstadion am Seilersee an.

Meist ist er aber an Wochenenden mit den "Mambas" im halben Bundesgebiet unterwegs. Auf dem Spielplan stehen die Duelle gegen SaltCity-Boars Lüneburg, Duisburg Ducks, gegen die Moskitos Essen, die Highlander Lüdenscheid oder gegen die "Samurais" aus Iserlohn. "Das sind natürlich unsere ganz speziellen Konkurrenten", freut sich Opfermann schon auf das nächste Derby, zu dem fast immer rund 500 Fans in die Zöpnek-Halle in Sümmern strömen. Auch wenn die "Mambas" derzeit nur das Tabellenende der 1. Bundesliga Nord zieren, kann sich der Hohenlimburger keinen anderen Sport mehr vorstellen. "Schnelligkeit, Tempo, Power, faire Agressivität", seien es, die Inlineskaterhockey auszeichneten. Im Übrigen ähnelt der Sport sehr dem Eishockey. Statt Schlittschuhen tragen die Cracks allerdings Rollschuhe oder Inlineskates. Zwar gehe es auch beim "Rollhockey" körperlich gut zur Sache. "Ganz so heftig wie beim Eishockey ist es allerdings nicht", beruhigt der Einzelhandelskaufmann, "es macht einfach großen Spaß".

Mit 26 Jahren zählt der Angestellte der Firma Elektro Berlet zwar zu den älteren "Mambas" - nicht aber zu den erfahrensten. Top-Scorer Pascal Neumann ist schon seit über zehn Jahren für die Mendener auf Rollen unterwegs. Der wohl bekannteste Akteur spielt derweil in der zweiten Herrenmannschaft der Mendener: Jimmy Roy, seit voriger Saison Stürmer der Iserlohn Roosters, hält sich bei den Mambas fit. Die Teamkollegen Michael Wolf und Alexej Dmitriev sind derweil für die "Highlander" aus Lüdenscheid aktiv.

Von Christian Janusch

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