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Aus Vision werden konkrete Pläne

12.11.2012 | 17:28 Uhr
Aus Vision werden konkrete Pläne
Förderverein, Kirchenvorstand, Pfarrer und Architekten stellten gestern die neuen Pläne für die Friedhofskapelle des Heide-Friedhofes an der Georg-Scheer-Straße vor.Foto: Volker Bremshey

Hohenlimburg. Zunächst, genauer gesagt im Jahr 2008, war es eine Vision. Jetzt ist es ein konkreter Plan, den der Förderverein des Heide-Friedhofes an der Georg-Scheer-Straße aktueller denn je mit Leben füllt: Es soll, im oberen Bereich an der Scheffelau, eine neue Aussegnungshalle gebaut werden.

Einer der entscheidenden Motoren dieses ehrgeizigen Projektes ist Burkhard Blesel. Er startete im Jahr 2010 einen Spendenaufruf für eine neue Aussegnungshalle und fand damit in der Öffentlichkeit breiten Zuspruch. „Wir haben Spenden in Höhe zwischen fünf und eintausend Euro bekommen“, zog er beim gestrigen Pressegespräch (Zwischen-)Bilanz. Aber auch die Zusage einer sechsstelligen Summe, die zwischenzeitlich zu großen Teilen aufs Spendenkonto eingegangen ist.

Deshalb knüpfte der Förderverein Kontakte zum Lehrstuhl der Architektur an der Ruhruniversität in Bochum, der sich kooperativ zeigte, so dass die Studenten als Stegreifaufgabe Entwürfe und Modelle erstellten.

Diese waren die Arbeitsgrundlage für ein Anforderungsprofil, das Förderverein und Kirchenvorstand an drei heimische Architekturbüros aussendeten. Das Schwerter Büro „ch-quadrat“ mit Christian Hansen und Christian Happe löste nach Einschätzung der Hohenlimburg diese Aufgaben am besten, so dass sie den Zuschlag erhielten und die Planungen jetzt konkret angelaufen sind. Denn neben einer schlichten Eleganz und Zweckmäßigkeit spielte insbesondere die Finanzierbarkeit eine wesentliche Rolle. „Wir haben uns rund 300 000 Euro als Obergrenze gesetzt“, betonte Burkhard Blesel gestern, um dann zu ergänzen. „Wenn wir rund zwei Drittel dieses Volumens erreicht haben, können wir beginnen. Das letzte Drittel wird gegebenenfalls durch eine heimische Bank mitgetragen.“

Doch die 66 Prozent sind längst noch nicht erreicht. Deshalb hoffen Kirchenvorstand und Förderverein auf die Spendierfreudigkeit der (Hohenlimburger) Bevölkerung, denn die neue Aussegnungshalle soll nicht nur für Beerdigungen genutzt werden. Aufgrund der idealen Lage, mit dem Blick über den gesamten Friedhof bis nach Elsey, und der darauf abgestimmten und durch eine große Glasfalttür perfekt gestalteten Architektur, soll das neue Gebäude multifunktional genutzt werden. „Es soll ein Ort der Begegnung sein, die Verbindung zwischen Himmel und Erde schaffen“, versicherte Pfarrer Dieter Aufenanger gestern, der dort Ausstellungen und Konzerte ermöglichen möchte. Vorausgesetzt, die Pläne lassen sich realisieren. Wenn alles klappt, könnte im nächsten Jahr der Spatenstich erfolgen.

Spenden erforderlich

Wer spenden möchten: „Förderverein Friedhof“: Kontonummer: 4032 062 300 bei der Volksbank Hohenlimburg; BLZ: 45061524.

Volker Bremshey

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