Das aktuelle Wetter Hohenlimburg 11°C
Hohenlimburg

Aus Vision werden konkrete Pläne

13.11.2012 | 10:00 Uhr
Aus Vision werden konkrete Pläne
Förderverein, Kirchenvorstand, Pfarrer und Architekten stellten gestern die neuen Pläne für die Friedhofskapelle des Heide-Friedhofes an der Georg-Scheer-Straße vor.Foto: Volker Bremshey

Hohenlimburg. Zunächst, genauer gesagt im Jahr 2008, war es eine Vision. Jetzt ist es ein konkreter Plan, den der Förderverein des Heide-Friedhofes an der Georg-Scheer-Straße aktueller denn je mit Leben füllt: Es soll, im oberen Bereich an der Scheffelau, eine neue Aussegnungshalle gebaut werden.

Einer der entscheidenden Motoren dieses ehrgeizigen Projektes ist Burkhard Blesel. Er startete im Jahr 2010 einen Spendenaufruf für eine neue Aussegnungshalle und fand damit in der Öffentlichkeit breiten Zuspruch. „Wir haben Spenden in Höhe zwischen fünf und eintausend Euro bekommen“, zog er beim gestrigen Pressegespräch (Zwischen-)Bilanz. Aber auch die Zusage einer sechsstelligen Summe, die zwischenzeitlich zu großen Teilen aufs Spendenkonto eingegangen ist.

Deshalb knüpfte der Förderverein Kontakte zum Lehrstuhl der Architektur an der Ruhruniversität in Bochum, der sich kooperativ zeigte, so dass die Studenten als Stegreifaufgabe Entwürfe und Modelle erstellten.

Diese waren die Arbeitsgrundlage für ein Anforderungsprofil, das Förderverein und Kirchenvorstand an drei heimische Architekturbüros aussendeten. Das Schwerter Büro „ch-quadrat“ mit Christian Hansen und Christian Happe löste nach Einschätzung der Hohenlimburg diese Aufgaben am besten, so dass sie den Zuschlag erhielten und die Planungen jetzt konkret angelaufen sind. Denn neben einer schlichten Eleganz und Zweckmäßigkeit spielte insbesondere die Finanzierbarkeit eine wesentliche Rolle. „Wir haben uns rund 300 000 Euro als Obergrenze gesetzt“, betonte Burkhard Blesel gestern, um dann zu ergänzen. „Wenn wir rund zwei Drittel dieses Volumens erreicht haben, können wir beginnen. Das letzte Drittel wird gegebenenfalls durch eine heimische Bank mitgetragen.“

Doch die 66 Prozent sind längst noch nicht erreicht. Deshalb hoffen Kirchenvorstand und Förderverein auf die Spendierfreudigkeit der (Hohenlimburger) Bevölkerung, denn die neue Aussegnungshalle soll nicht nur für Beerdigungen genutzt werden. Aufgrund der idealen Lage, mit dem Blick über den gesamten Friedhof bis nach Elsey, und der darauf abgestimmten und durch eine große Glasfalttür perfekt gestalteten Architektur, soll das neue Gebäude multifunktional genutzt werden. „Es soll ein Ort der Begegnung sein, die Verbindung zwischen Himmel und Erde schaffen“, versicherte Pfarrer Dieter Aufenanger gestern, der dort Ausstellungen und Konzerte ermöglichen möchte. Vorausgesetzt, die Pläne lassen sich realisieren. Wenn alles klappt, könnte im nächsten Jahr der Spatenstich erfolgen.

Spenden erforderlich

Wer spenden möchten: „Förderverein Friedhof“: Kontonummer: 4032 062 300 bei der Volksbank Hohenlimburg; BLZ: 45061524.

Volker Bremshey



Kommentare
Aus dem Ressort
Drei Bauzäune am Koenigsee werden zum Politikum
Kontroverse
Es geht vordergründig um drei Bauzaunelemente, in Wahrheit aber um die Grundsatzfrage, ob die Stadtverwaltung die Bezirksvertretung Hohenlimburg ernst genug nimmt. Die hat jetzt einstimmig beschlossen, dass der Zaun am Koenigsee unverzüglich verschwinden muss.
Plumpe Fälschung – Kennzeichen mit Edding "verlängert"
Polizei
Diese Fälschung war wohl doch zu dilettantisch: In Hohenlimburg ist der Polizei das Kurzzeit-Nummernschild eines 28-Jährigen aufgefallen. Der hatte es mit einem Edding einfach mal um sechs Tage verlängert.
Debatte über garantiertes Grundeinkommen
Hohenlimburg.
Einmal im Jahr lädt der KAB Bezirk Delegierte aus dem Einzugsbereich Hagen-Iserlohn-Menden-Witten zu Diskussionen und Wahlen. Diesmal hatten die Verantwortlichen der katholischen Arbeitnehmer Bewegung nach Hohenlimburg eingeladen. „Sinnvoll leben“ war hier im Petrus Canisius Haus das Thema.
Bilstein will sich von HL Logistik trennen
Hohenlimburger...
Die Gewerkschaften und die HL Logistik GmbH rauchen die Friedenspfeife: Nach einer Entschuldigung durch den HL-Chef Gerold Haller betrachten Betriebsrat und Gewerkschaften die Auseinandersetzung um einen umstrittenen Brief an die Mitarbeiter als beendet. Eine entsprechende Strafanzeige wird...
Bürgerpreis für Matthias und Christian Lange
Hohenlimburg.
Ihre Steine liegen im neuen Lennebett. Sie stützen den barocken Garten von Schloss Hohenlimburg und sie stehen auch als „Summsteine“ am Koenigsee. Das ehrenamtliche Engagement der Brüder Dr. Christian und Dr. Matthias Lange geht weit über das hinaus, was man als selbstverständlich bezeichnen könnte.
Fotos und Videos
Ein Jahr nach Spatenstich
Bildgalerie
Lennetalbrücke
Schottischer Abend
Bildgalerie
Schloss Hohenlimburg
Bauernmarkt in Hohenlimburg
Bildgalerie
Tradition
"Nass und Spass" im Lennebad
Bildgalerie
Aktionstag