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„Amore“ - Pennäler stürzen ins Gefühlschaos

09.06.2012 | 10:00 Uhr
„Amore“ - Pennäler stürzen ins Gefühlschaos
Die Theater-AG überzeugte mit ihrer Aufführung.

Hohenlimburg.   Die Revue „Amore“ des Literaturkurses der Stufe 12 des Gymnasium Hohenlimburg feierte jetzt ihre Premiere. Wie der Titel bereits verrät, handelt es sich um ein Theaterstück zum Thema „Liebe“. Anders, als in den Jahren zuvor, basiert dieses Stück auf keiner literarischen Vorlage, sondern wurde von den Schülerinnen und Schülern unter der Leitung von Beate Swoboda selbst geschrieben. „Fast jeder der 29 Teilnehmer des Literaturkurses wollte natürlich auf und nicht hinter der Bühne agieren und deshalb war uns klar, dass wir etwas Eigenes kreieren mussten“, berichtete die Kursusleiterin. Grund für die hohe Anzahl der Teilnehmer ist in diesem Jahr der Doppeljahrgang. So sind Schülerinnen und Schüler aus zwei Jahrgangsstufen, 11 und 12, an dem Werk beteiligt.

Gemeinsam ließen sie sich von Film und Literatur inspirieren, um Ideen für Szenen und Sketche zu bekommen. Komplettiert werden diese sogar mit Musik- und Tanzeinlagen. „So kosteten uns die Bewegungsabläufe, um jeden Fuß beim Tanzen am richtigen Ort zu wissen, noch einige extra Übungsstunden“, fügte Beate Swoboda hinzu. Doch diese haben sich gelohnt.

Die Leistung der Schülerinnen und Schüler war bemerkenswert. Sie beherrschten ihre langen Texte und Choreographien perfekt und brachten beides dem Publikum auf eine Art und Weise nah, die immer wieder für Lacher sorgte.

Das Stichwort „Amore“ – also „Liebe“ - zieht sich durch das ganze Stück. Die einzelnen Szenen werden von dem Psychologenehepaar Dr. Dr. Ursula Fasel alias Kira Körfer und ihrem Ehemann Herbert Fasel, gespielt von Lars Rathmann, kommentiert. Die Therapeuten führen nicht nur durchs Programm, sondern zeigen auch die vier verschiedenen Phasen des Liebesgefühls auf.

Infolgedessen kann sich der Zuschauer gut in die Situationen hineinversetzen und sich an Freud oder Leid in der Liebe erinnern. Der Adressat kann sich fragen, ob er „Treue als einen starken Juckreiz mit dem Verbot sich zu kratzen“ ansieht oder doch die positive Variante vorzieht und meint, dass man es Liebe nennen kann, wenn man Tag und Nacht aneinander denkt.

„Ich bin stolz darauf, dass wir so ein tolles Projekt ohne Vorgabe und mit 29 Leuten auf die Beine gestellt haben. Es hat uns zu einer Gruppe zusammengeschweißt und das, obwohl wir aus zwei verschiedenen Stufen stammen“, berichtete Kira Körfer nach der Aufführung.

Wer nun Lust auf „Amore“ bekommen hat, hat noch die Chance sich am 11. oder 12. Juni in das Gefühlschaos zu stürzen. Es lohnt sich!

Lisa Gerhardt



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