Am Ende fordert das Publikum Zugabe
26.05.2009 | 18:00 Uhr 2009-05-26T18:00:00+0200Hohenlimburg. Mit ihrem neuen Programm „Himmelstöchter” begeisterten die beiden Protagonistinnen Constance Schick und Brigitte Dussy im Januar im Hasper Hammer vor ausverkauftem Haus das Publikum.
Am Freitag war es im Werkhof nicht so. Lag es am berühmten „Brückentag” oder daran, dass im Schloss Hohenlimburg Memo Gonzales & the Bluescasters gastierten. Oder war das gute Wetter schuld? Auf jeden Fall war die Kulisse spärlich. Und: Der „berühmte Funke” sprang zunächst auch nicht über.
Lachten in Haspe die Zuschauer bereits beim Eintritt der Comedians, saß das Werkhof-Publikum zunächst auf seinen Händen.
Mit ihren sarkastischen Sprüchen und präziser Betrachtungsweise um den ewigen Geschlechterkampf zwischen Männlein und Weiblein und den daraus resultierenden Konsequenzen für das tägliche Leben im Allgemeinen, trafen sie im ersten Teil nicht immer den Nerv des Publikums.
Erst im zweiten Teil wurde das Publikum „wach”. Hier glänzten die beiden Akteure. Oma Herta Becker, alias Brigitte Duffy, als „umherdüsende” ältere Dame: verbal wie pantomimisch klasse.
Mehr als ebenbürtig Constance Schick in der Rolle der „Ruhrpott-Ollen”, die ihre Umwelt mehr als trefflich in ihrem ureigenen Dialekt aufs Korn nahm.
Einfach amüsant die beiden als „mitnehmende Fahrerin”.
Dussy als Fahrerin machte es scheinbar nichts aus, für ihre Kollegin Schick einen „kleinen Umweg” von „nur” einem Kilometer „in Kauf” zu nehmen, aber dann doch fürchterlich erbost war, weil sie zeitlich nicht mehr „im Soll” war.
Der zweite Abschnitt stimmte das Werkhof-Publikum versöhnlich. Es applaudierte und forderte sogar eine Zugabe.
0mitdiskutieren