2200 Unterschriften „pro“ Schule
07.02.2012 | 16:57 Uhr 2012-02-07T16:57:00+0100
Hohenlimburg.Mehr als 2200 Hohenlimburger haben sich in den zurückliegenden vier Wochen für den Erhalt einer Konfessionsschule am Standort Wesselbachtal ausgesprochen.
Am späten Montagnachmittag überreichte deshalb die Vorsitzende der Schulpflegschaft, Andrea Plum, ein beeindruckendes Unterschriften-Paket an Oberbürgermeister Jörg Dehm.
Der war, wenn auch mit einer 30-minütigen Verspätung, bereitwillig in die alt-ehrwürdige Schule gekommen, um sich die Argumente der Eltern und Schüler für den Erhalt des Standortes anzuhören. „Warum soll eine solche Schule zerschlagen werden. Bitten sie den Rat, die Wünsche der Hohenlimburger Bürger zu berücksichtigen. Zum Wohle der Kinder“, sagte Andrea Plum an die Adresse des ersten Bürgers dieser Stadt.
Jörg Dehm wollte den Eltern keine Versprechungen machen, die nicht einzuhalten sind. „Wir reden nicht über die Schulgegenwart. Die Dinge, die angedacht sind, passieren nicht im nächsten Jahr“, so der Oberbürgermeister. Er bat die Eltern vielmehr um Verständnis. „Die Zahl der Grundschüler geht um ein Drittel von 9000 auf 6000 zurück. Das führt zu Veränderungen in der Schullandschaft. Deshalb müssen wir heute über die Schullandschaft von morgen nachdenken.“
Das wird auch anhand des Gutachtens von Krämer-Mandeau geschehen, der sich intensiv mit dieser Thematik beschäftigt hat. Gleichwohl haben die Eltern um Andrea Plum einige Ungereimtheiten entdeckt. Die Eltern argumentieren, dass auch in die Wesselbach-Grundschule investiert worden sei: in eine neue Küche, in die Toilettenanlagen, in den Gymnastikraum. Darüber hinaus hat das Schulgebäude den Energieausweis erhalten. Und an der „Peripherie“ sehen sie, im Gegensatz zu Krämer-Mandeau, die Wesselbachschule nicht.
Darüber hinaus, so Andrea Plum, schicken die Eltern ihre Kinder ganz bewusst zu einer Schule mit konfessioneller Prägung. Nicht zuletzt aufgrund der engen Zusammenarbeit mit der Sankt-Bonifatius-Gemeinde. „Weder von der Regenbogenschule noch von der Heideschule ist die Kirche in angemessener Zeit zu Fuß zu erreichen“, so die Eltern.
08:38
Sollte die Schule aus demografischen/finanziellen Gründen geschlossen werden müssen, wird sie geschlossen, fertig aus. Wenn eine Interessen- oder Glaubensgruppe sie weiterbetreiben möchte, steht ihr das doch frei, Privatschulen sind nirgendwo in Deutschland verboten. Warum dafür aber die Allgemeinheit aufkommen soll, ist mir schleierhaft. Wer die Musik bestellt, hat sie auch zu bezahlen.
09:32
60 Jahre 1920-1980 war die Wesselbachschule eine gemischte Schule Ev/Kath./ua. erst 1980 wurde die Schule katholisch. ich bin der Meinung, wenn so viel Wert auf "katholische Schule" gelegt wird, dann hätte man ja auch die Weinhofschule erhalten können und die Kinder hätten dann wie es damals üblich war, zwischendurch gegenüber in die Kirche gehen können, aber für Wesselbachschule erhalten bin ich auf jedem Fall zumal ich auch dort vor vielen Jahren die Schulbank gedrückt habe
23:04
christliche werte kann man auch von seinen eltern lernen, oder in der kirche. oder wird etwa mathematik verchristlicht? christentum ist keine sache der allgemeinheit, das ist etwas privates. schließlich haben wir staat und religion in der bundesrepublik deutschland getrennt. also bitte nicht meckern, wenn die schule geschlossen wird. es geht nicht um das wohl der katholischen kinder, sondern um das wohl hagens. wer es christlich mag, soll dann bitte auch dafür zahlen. oder sich vielleicht in iserlohn umschauen. macht doch mal eine unterschriftenaktion gegen konfessionelle schulen!