Wachdienst an der Küste
03.09.2010 | 16:48 Uhr 2010-09-03T16:48:00+0200
Herscheid.Zwei Wochen verbrachten Ramona Hesse und Theresa Berghaus von der DLRG-Ortsgruppe Herscheid in den Sommerferien auf der Nordseeinsel Langeoog. Nicht nur um Urlaub zu machen, sondern bei der DLRG Wachdienst zu absolvieren. Nachfolgend der Bericht der beiden DLRG-Helferinnen.
Wir hörten von Mitgliedern unseres Vereins, der DLRG Herscheid, von dem Wachdienst an der Küste und beschlossen, es selbst auszuprobieren. Also ging es am 19. Juli auf nach Langeoog. Dort wurden wir von unserem Abschnittsleiter Werner und unserer Wachleiterin Manu begrüßt.
Nebenbei auch als
Fremdenführer aktiv
Am nächsten Tag ging es dann nach einem ausgiebigen Frühstück schon um 8.30 Uhr los zum Hauptbad. Die Wachgänger verteilten sich auf die Türme, und wir als Neulinge wurden von der Wachleiterin in die Tätigkeiten des Wachgängers eingewiesen.
In der Badezeit, die ca. drei Stunden pro Tag jeweils vor dem Hochwasser betrug, und sich je nach Tidezeit (Hoch- und Niedrigwasser bei Ebbe und Flut) jeden Tag änderte, mussten die Badegäste genaustens beobachtet werden, aber auch danach war größte Bereitschaft gefragt.
Zu unseren Aufgaben gehörten auch die Aufklärung der Badegäste über Rauch- und Drachenverbot sowie unzählige Fragen über die Insel zu beantworten, sodass wir nebenbei auch als Fremdenführer aktiv waren.
Häufig leisteten wir Erste Hilfe, indem wir die Menschen mit Pflastern versorgten. Den Wachdienst verbrachten wir nicht nur auf den Türmen, sondern auch auf den Sandbänken, um die Badegäste auf Gefahren wie die kommende Flut hinzuweisen. Dabei hielten wir ständigen Funkkontakt mit den Wachtürmen.
Täglich neun
Stunden im Einsatz
Neben vielen kleinen Verletzungen gab es einen Hubschraubereinsatz, weil ein Kind Verdacht auf eine Halswirbelprellung hatte. Für uns sehr ungewohnt war die Ankunft des Notarztes auf einem Fahrrad.
Nach täglich ca. neun Stunden Wachdienst ohne Pausen waren wir froh, uns mit selbstgekochtem Essen zu versorgen und danach den Tag mit den anderen Wachgängern im Meer, am Strand oder auf dem Dörpfest (ein traditionelles Straßenfest mit Livemusik) ausklingen zu lassen.
Der Dienst an der Küste hat uns gezeigt, dass es ein tolle Sache ist, Spaß, Urlaub und Wasserrettung zu verbinden. In einem sind wir uns einig: Nächsten Sommer werden wir wieder auf Langeoog sein und Leben retten.
0mitdiskutieren