„Super gute“ Jugendwerkstatt
24.01.2012 | 18:53 Uhr 2012-01-24T18:53:00+0100
Herscheid.Eine Lightshow, die Facebook Seite an einer Wand, große Boxen links und rechts in den Ecken, dazwischen Keyboard und Schlagzeug. Weiter vorn im Saal Chips, Salzstangen und Getränke auf den Tischen. Der Bürgersaal des Rathauses war am Dienstagabend für die jüngeren Bürger der Gemeinde Herscheid hergerichtet.
Und die kamen zahlreich zur Jugendwerkstatt, zu der die Gemeinde Herscheid erstmals eingeladen hatte. Gemeinsam wurde diskutiert über Wünsche und Anregungen der Jugendlichen, die in das Gemeindeentwicklungsprojekt einfließen sollen.
Zuvor jedoch machten die jungen Musiker der Plettenberger Band Percussion Five mächtig Krach im Bürgersaal: Spektakuläre Rhythmen an Schlagzeug, Bongos, Congas und mit Plastikstäben auf das Parkett hämmernd, unterlegt mit einem satten Keyboard-Sound – die fünf Jungs zogen alle Register ihres Könnens.
Messe speziell für Jugendliche
Schon kurz nachdem die erste Jugendwerkstatt in Herscheid beendet war, tummelten sich die Jugendlichen auf der Veranstaltungsseite bei Facebook. „Viele gute Ideen gesammelt !!“, sagte Ramona Hesse.
Jannika Demmer schrieb „war gut hoffe es bewegt sich was“ und Timo Bieker postete beispielsweise „fande das war ein gelungener Abend mit vielen sinvollen Ideen.“ Ähnlich äußerten sich auch zahlreiche andere Teilnehmer der Jugendwerkstatt.
Auch Bürgermeister Uwe Schmalenbach postete einen Beitrag auf der Pinwand der Jugendwerkstatt: „Das war eine wirklich tolle Veranstaltung. Vielen Dank noch einmal an alle, die mit Ideen und Vorschlägen dazu beigetragen haben. Eine Wiederholung wird es sicher geben.“
Die Facebook Seite der Jugendwerkstatt steht weiterhin jedem zur Verfügung und bietet die Möglichkeit, Ideen und Verbesserungsvorschläge zu teilen.
Zu finden ist sie hier
„So schwungvoll geht das hier im Rathaus nicht immer zu,“ begrüßte Bürgermeister Uwe Schmalenbach die Gäste betont locker. „Bringt eure Ideen, Wünsche und Visionen ein,“ ermunterte Schmalenbach die 30 Jugendlichen. Das taten sie dann auch: Ein Jugend-Café (wie das Café Ko in Altena), ein überdachter Treffpunkt, der sauber sein sollte, Lan-Partys oder eine weitere Fahrt des Nachtbusses am Wochenende gegen 4 Uhr, so einige Ergebnisse aus zwei Diskussionsrunden in Kleingruppen. Sport spielt eine große Rolle: Deshalb wünschen sich einige Jugendliche, dass der Sportplatz jederzeit zugänglich sein sollte. Angeregt wurde auch die Durchführung einer Jugendmesse, wo Klamotten oder eben alles, was interessiert, ausgestellt werden kann. Lob gab es für das Jugendzentrum, doch sollten die Öffnungszeiten auf den Abend und auf den Samstag ausgedehnt werden. Kritisch bewertet wurde das „Soldatendenkmal“. „Statt rückwärts gerichtet zu denken, sollten sich die Menschen auch mit Rassismus und Faschismus in der Gegenwart auseinandersetzen,“ so ein Denkansatz der Jugendlichen.
Mit Rassismus auseinandersetzen
Geschätzt wird von den Jugendlichen das Bildungsangebot in Herscheid, das Freibad und die Sportstätten, die Natur, die von vielen Menschen praktizierte Fürsorge für Senioren oder die Möglichkeit, in Herscheid angstfrei zu leben.
„Super gut“, fasste Bürgermeister Schmalenbach für das Moderatorenteam von Jugendamt, Jugendzentrum, Rahlenbergschule und Verwaltung die Beiträge der Jugendlichen zusammen. „Wir kümmern uns um die Umsetzung und bleiben im Gespräch,“ versprach der Bürgermeister den Jugendlichen. Bei McDonald’s („Mäckes“) oder dem Modelabel New Yorker werde er wohl eher nicht anrufen.
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