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Säge-Kurs

Richtiger Umgang mit der Kettensäge

17.10.2011 | 14:59 Uhr
Richtiger Umgang mit der Kettensäge
Kettensägenschein: Welche Möglichkeiten gibt es, die Kettensäge richtig in Betrieb zu nehmen? Dies erlernten die Teilnehmer des VHS-Kurses unter Leitung von Ralf Ommer. Foto: Volker Halbhuber

Herscheid.Der Herbst ist da. Spätestens zu diesem Zeitpunkt sollten alle Schweden- und Kachelofenbesitzer ihr Holz trocken und eingelagert haben, damit es im Winter nicht nur muckelig warm in der Stube wird, sondern dazu auch noch Gas, Öl oder Strom gespart wird.

Für die Erlaubnis, sich Holz im Wald sägen und sammeln zu dürfen, bedarf es eines Kettensägenscheins. Diesen erwarben sich am vergangenen Wochenende im Rahmen eines Lehrgangs der Volkshochschule Volmetal neun Männer unter Leitung Ralf Ommer. „Frauen sind immer herzlich willkommen, aber das Interesse scheint nicht so groß zu sein“, so Ommer.

Der richtige Umgang mit der Kettensäge, die Unfallverhütung und die Beachtung der Sicherheitsvorschriften standen am Freitag im theoretischen Teil auf der Tagesordnung. „Schon bei der Inbetriebnahme der Kettensäge werden erste Flüchtigkeitsfehler begangen, die man tunlichst vermeiden sollte“, erläuterte Ommer im Lehrgangsraum im Bauhof der Gemeinde Herscheid.

Ausbildung in drei Stufen

Am Samstag folgte im Waldgebiet Varmert in Kierspe die praktische Ausbildung in drei Stufen. Zunächst gab es eine Einweisung in die Bearbeitung von liegendem Holz. In der zweiten Stufe galt es, liegendes Kronenholz fachmännisch zu zerlegen. Im letzten Teil erfolgte das Fällen von kleinen und leichten Bäumen. „Dabei ist es wichtig, vorab zu erkennen wie ich den Schnitt richtig ansetze und ob das Holz unter Druck oder Zug steht, da mir ansonsten die Kette im Holz stecken bleibt oder aber unter Zug das Holz mir entgegenschlägt und mich verletzen kann“, beschrieb Ommer die Gefahrenlage.

INFO
Zahl der Unfälle reduziert

Der Kettensägenschein darf ab 18 Jahren erlangt werden oder aber von Berufswegen ab 16 Jahren, wenn eine Aufsichtsperson bei der Arbeit dabei ist.

Die Anzahl an Unfällen mit der Kettensäge hat sich durch die Lehrgänge auf ein Minimum reduziert, so die Erfahrung von Ralf Ommer.

Der Anteil an Holzverbrennung als Alternative zu Gas und Öl hat in den vergangenen Jahren drastisch zugenommen.

Während des Lehrgangs gab Ommer auch Hinweise zur Qualität der Kettensägen, denn unterm Strich seien zwar alle Kettensägen technisch einwandfrei und geprüft, aber praktisch gebe es gravierende Unterschiede zwischen Baumarktware und einem Gerät aus dem Fachhandel, so Ommer.

Bei Unfällen
rechtliche Probleme

Wichtig für alle privaten Besitzer eines Kettensägenscheins ist aber, dass dieser nicht dazu berechtigt, beim Nachbarn einfach einen Baum zu fällen. „Auch wenn dieser den Auftrag gibt, wäre es Schwarzarbeit,“ betonte Ommer. Zudem könne es bei Unfällen zu rechtlichen Problemen kommen. Dieser Schein berechtige nur zum privaten Sammeln oder Fällen auf dem eigenen Grundstück“, so Ommer. Zudem sei für das Holzsammeln im Wald die Genehmigung beim Forstamt oder Förster einzuholen.

Volker Halbhuber

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