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Winterversammlung

Milchpreise wieder bei 34 Cent pro Liter

02.02.2012 | 18:56 Uhr
Milchpreise wieder bei 34 Cent pro Liter
Winterversammlung: Uwe Schmalenbach, Dirk Voß, Günter Buttighoffer, Ludwig Krämer und Dr. Friedrich-Wilhelm Lütgemüller (v.re.)

Herscheid/Plettenberg.Im Jahr 2011 habe die Landwirtschaft deutlich verbesserte Erzeugerpreise erzielt, teilte der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Märkischer Kreis, Günter Buttighoffer, bei der Winterversammlung des Landwirtschaftlichen Ortsverbands Plettenberg/Herscheid mit.

Bei Ackerbau und Milchvieh sei die Ertragslage gut gewesen, während die Erlöse in der Schweineproduktion problematisch seien. Bei den Milchpreisen habe der Durchschnittswert im vergangenen Jahr bei 34 Cent pro Liter gelegen, drei Cent mehr als in 2010 und zehn Cent mehr als im Katastrophenjahr 2009, betonte Buttighoffer. Angebot und Nachfrage seien bei der Milch weltweit steigend. Und Käseprodukte seien der Renner.

Der Dioxin- und der EHEC-Skandal hätten dem guten Ruf der Landwirtschaft geschadet, obwohl diese ursächlich nichts damit zu tun gehabt hätte, sagte Buttighoffer. Der Dioxin-Skandal sei durch Machenschaften eines Unternehmens ausgelöst worden und die EHEC-Krise sei durch importierte Sprossen verursacht worden.

Mit Nachdruck kritisierte Buttighoffer den wachsenden Rückgang an landwirtschaftlicher Fläche. In den zurückliegenden 15 Jahren habe der Flächenverlust in NRW bei 909 Quadratkilometern (91 000 Hektar) gelegen.

Schlechte Beteiligung bei Kreisverbandstag

In Plettenberg liege dieser Wert für die zurückliegenden zehn Jahre bei 4,7 Hektar pro Jahr und in Herscheid bei 2,7 Hektar pro Jahr. Thema der Winterversammlung war natürlich auch das Wetter im vergangenen Jahr: Das trockene Frühjahr habe dazu geführt, dass beim ersten und zweiten Grasaufwuchs Masse gefehlt habe. Der Sommer sei verregnet gewesen und im Herbst habe es 46 Tage am Stück nicht geregnet, so Buttighoffer.

Ortsverbandsvorsitzender und Kreislandwirt Dirk Voß und Günter Buttighoffer kritisierten die schlechte Beteiligung beim letzten Kreisverbandstag in der Festhalle Hohe Steinert in Lüdenscheid. „Unser Verband, der hervorragende Arbeit leistet, hat eine bessere Beteiligung aus den Reihen der Landwirte verdient,“ betonte Voß. Beim nächsten Verbandstag in zwei Jahren werde eine bessere Resonanz erwartet.

Der Geschäftsführer der Landwirtschaftlichen Kreisstelle in Unna, Dr. Friedrich-Wilhelm Lütgemüller, berichtete, dass der Bestand der Kreisstelle zwar gesichert, aber die Gesamtfinanzierung weiterhin ein großes Problem sei. Dirk Voß betonte, dass es in Verhandlungen mit dem NRW-Landwirtschaftsministerium derzeit keine konkreten Fortschritte gebe.

Andreas Wolf

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