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Kasper lässt Augen leuchten

10.02.2012 | 00:00 Uhr
Kasper lässt Augen leuchten
Das Marionettentheater Richter kam bei den Kindern im Herscheider DRK-Kindergarten sehr gut an

Herscheid. „Tri tra trallala“, ertönte und 50 Kinder wurden sofort mucksmäuschenstill und verfolgten mit weit aufgerissenen Augen das Geschehen auf der kleinen Bühne im DRK-Kindergarten. Der kleine Hund Wuschel hat die Geburtstagstorte für Oma gefressen und jetzt mächtig „Schlauchweh“. Dass Kasperle da ein falsches Wort benutzte und es „Bauchweh“ heißen muss, das wussten schon die Kleinsten.

„Wir haben das zum ersten Mal in dieser Form angeboten“, freute sich Kindergartenleiterin Elke Schuhmann, dass sie mit der Verpflichtung des Bochumer Marionettentheaters Richter so vielen Kindern eine Riesenfreude gemacht hatte. Alle verfolgten mit leuchtenden Augen und offenem Mund das pädagogisch-lustige Märchen von Großmutters Geburtstag.

Darin vermittelte der Kasper den Mädchen und Jungen auf spielerische Weise, dass man nicht mit fremden Leuten gehen darf. Sie mussten am Schluss versprechen, nie mit einem Fremden zu gehen, der ihnen Schokolade oder Spielzeug anbietet. Und auch niemals verraten dürfen, wo sie oder die Großmutter wohnen.

Man sah den Kleinen an, dass sie mit dem Herzen dabei waren. Sie riefen nach jedem Akt „zu Ende?“ in Sorge, das schöne Theaterstück könnte schon vorbei sein.

Die Kleinen juchzten vor Freude und verfolgten aufmerksam das Geschehen auf der Bühne. Voller Begeisterung waren alle dabei, als Kasperle sie zum Mithelfen aufrief und alle gemeinsam der Großmutter ein Geburtstagslied singen sollten.

Großes Theater mit einfachen Mitteln

Das Familientheater Richter zeigte, wie man Kinder mit ganz einfachen Mitteln zum Mitmachen und Zuhören animieren und mit wenigen Requisiten großes Marionettentheater machen kann. Alles war kindgerecht. Ein überschaubares Thema mit den wichtigsten Kasperlefiguren. Eine kleine Bühne, die zum Anfassen nah war und ein Kasperle, der am Ende noch zu den Kindern in den Saal kam. Ein Glöckchen, mit dem der nächste Akt eingeläutet wurde. Eine 45-minütige Aufführung mit Pausen, länger muss es für diese Altersgruppe auch nicht sein. Mancher Dreijährige musste am Schluss davon abgehalten werden, nicht vor Begeisterung ins Bühnenbild zu klettern.

Die wartenden Mütter verkürzten sich derweil die Wartezeit in der Cafeteria mit frischen Waffeln und heißen Kirschen. Der Elternbeirat hatte den Teig gestiftet.

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