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Jugend aus aller Welt im Ebbeforst

19.08.2011 | 19:00 Uhr
Jugend aus aller Welt im Ebbeforst
Freuten sich über das grenzenlose Engagement der Jugendlichen: Bürgermeister Uwe Schmalenbach (links), Landrat Thomas Gemke (Mitte) und Leiter der Regionalforstamtes Kurkölnisches Sauerland, Klaus Lomnitz (rechts).

Herscheid.„Die Welt zu Gast in Herscheid“ – International geht es derzeit in der Ebbegemeinde zu: 16 junge Studenten aus sieben Nationen sind der Einladung des Landesbetriebs Wald und Holz NRW sowie des Christlichen Friedensdienstes Youth Action For Peace (yap-cfd) gefolgt und engagieren sich aktiv im Waldnaturschutz.

Im Rahmen des Internationalen Jahres der Wälder pflanzen die 13 Teilnehmerinnen und drei Teilnehmer des Jugend-Workcamps auf einer ehemaligen Kyrillfläche im Ebbegebirge einen Zukunftswald aus Rotbuche und Weißtanne.

Maßnahmen zur
Renaturierung

Ins Leben gerufen und unterstützt wurde das Projekt vom Regionalforstamt Kurkölnisches Sauerland. „Die Jugendlichen pflanzen hier einen so genannten klimaplastischen Wald,“ erklärt Klaus Lomnitz, Leiter des Regionalforstamtes. „Dieser Wald soll zukünftig in der Lage sein, trotz veränderter Klimabedingungen im Ebbegebirge zu bestehen.“

Info
3500 neue Bäume

Der Orkan Kyrill zerstörte im Januar 2007 über 4 Millionen Bäume in ganz Deutschland.

Die 16 Jugendlichen pflanzten während ihres Aufenthaltes in der Ebbegemeinde rund 3500 neue Bäume, die in 60 bis 100 Jahren zur Energiegewinnung genutzt werden können.

Der Friedensdienst Youth Action For Peace engagiert sich weltweit in über 20 verschiedenen sozialen Projekten, unter anderem auch in der Aufbauhilfe nach der Tsunami-Katastrophe in Japan.

Neben Bepflanzungsarbeiten führte die Gruppe gemeinsam mit den Auszubildenden des Regionalforstamtes sowie den Revierförstern Martin Barth, Matthias Borgmann und Markus Ingenohl auch Renaturierungsmaßnahmen, wie die Entfernung unerwünschter Fichtennaturverjüngung durch.

Auch einige Ausflüge, die für die multikulturelle Gruppe viel Wissenswertes bereit hielten, standen auf dem Ferien-Programm: Der Schwerpunkt der verschiedenen Informationsveranstaltungen lag besonders beim Thema erneuerbare Energien.

Erneuerbare Energien im Blickpunkt

„Die Jugendlichen besichtigten dazu unter anderem die Holzpelletproduktion und Holzverstromung im Sägewerk Baust in Eslohe und den Bürgerwindpark Hilchenbach“, so Klaus Lomnitz weiter.

Doch neben dem Beitrag zum Natur- und Klimaschutz stand für die Jugendlichen auch die internationale Begegnung im Zentrum. „Es ist eine tolle Erfahrung mit Gleichaltrigen aus Frankreich, Spanien, Korea, Serbien, China und Russland zusammen zu leben und dabei noch etwas Gutes zu tun.“ Das betonen die beiden Teamleiterinnen Sandra Lobenstein und Johanna Saenz, die im Vorfeld in mehreren Seminaren des yap-cfd auf die Leitung des Workcamps vorbereitet wurden.

Untergebracht ist die bunt gemischte Gruppe während des zweiwöchigen Aufenthaltes im Schullandheim Stucken, wobei die Jugendlichen dort für ihre Versorgung selbst Verantwortung tragen.

Auch Bürgermeister Uwe Schmalenbach und Landrat Thomas Gemke, zeigten sich vom Internationalen Jugend-Workcamp im Ebbegebirge begeistert: „Gerade vor dem Hintergrund der Globalisierung ist es für junge Menschen überaus wichtig, über interkulturelle Kompetenz zu verfügen. Wir müssen dem Rückgang der Waldflächen gemeinsam entgegenwirken, denn Klimaschutz geht uns alle an, egal wo wir auf der Welt leben,“ betonte Schmalenbach.

Katja Kettling

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