Imker-Tag Geheimtipp für Auswärtige
20.06.2007 | 09:34 Uhr 2007-06-20T09:34:24+0200Herscheid. (ert) Die Imker der Ebbegemeinde hatten bei ihrem mittlerweile 8. Imkertag Petrus auf seiner Seite. Sonntagnachmittag präsentierten sie ihr Hobby allen Interessierten aus Herscheid und Umgebung am Wanderparkplatz an der Linde.
Schon längst ist der "Tag der offenen Tür" der Bienenfreunde nicht mehr nur unter den Herscheidern ein Geheimtipp. Aus dem gesamten Märkischen Kreis reisten Interessierte an, um den süßen Honig und die anderen Produkte zu probieren. Die Imker ließen ihre Gäste das "leckere Gold" vorher probieren, zu den Gratisbroten gab es auch eine gute Tasse Kaffee.
Eine Neuheit konnten die Hobbyimker auch in diesem Jahr allen Besucher präsentieren: Hobbyschnitzer Roger Leschhorn-Weisheit aus Herscheid hatte eigens für die Bienenfreunde das Logo des Vereines als Relief in einen Baumstamm geschnitzt. In diesem Baumstamm, der innen hohl ist, leben - wie könnte es anders sein - Bienen.
Um den Besuchern das Innerste zeigen zu können, war die Höhle mit einem Plexiglas abgedeckt, sodass alle Interessierten ohne Gefahr die Abläufe im Innersten bewundern konnten. Es ist stark anzunehmen, dass die ersten Bewohner in Herscheid zunächst Honig von wilden Bienen aus natürlichen Baumhöhlen sammelten und danach anfingen, künstliche Höhlen in Bäume zu schlagen. Das Ganze machten die "Imker" damals in drei bis vier Metern Höhe, damit keine Bären an das köstliche Gut gelangen konnten.
Im Jahre 904 n. Chr. wurde Herscheid das erste Mal urkundlich bei den Imkern benannt. Schon zu dieser Zeit gab es die Bienenhaltung in der Nähe der Wohnstätten der Menschen: in ausgehöhlten Baumstücken, Klotzbeuten. Ein wenig später auch in Strohkörben und Holzkästen.
Ziel des Infotages war es, das Interesse der Bevölkerung mehr zu fördern, und eventuell den einen oder anderen Interessierten in die Reihen der Bienenfreunde zu bekommen. Mit der Resonanz auf ihren Tag waren die Imker sichtlich zufrieden.
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