Geschichten über schlimme Kinder
29.11.2007 | 14:17 Uhr 2007-11-29T14:17:00+0100
Herscheid. Grundschüler können zwar schon fast alle lesen, aber etwas vorgelesen zu bekommen, das ist noch viel schöner. Vor allem, wenn es so lustige Geschichten sind, wie die von den frechen Herdmanns-Kindern.
Draußen war es ungemütlich und kalt. Eben so ein Nachmittag, an dem viele Kinder gelangweilt vor der Flimmerkiste herumlümmeln. Am Mittwoch jedoch startete der Vorlesekreis für Grundschüler im Familienzentrum „Unterm Regenbogen” und Stefanie Forster-Klein und Claudia Jüttner lasen den Kindern aus dem Buch „Hilfe, die Herdmanns kommen” von Barbara Robinson vor. Die Kinder lauschten aufmerksam den kurzen Geschichten über die „Herdmanns” – den schlimmsten Kindern aller Zeiten. Sie klauen, lügen, schlagen kleine Kinder und setzen mit dem Chemiekasten einen Geräteschuppen in Brand. Eigentlich setzen sie ständig irgendwas in Brand, aber dass diesmal ein ganzes Gebäude nieder brannte, war wohl ein Unglück. Trotz der Untaten blieb kein Herdmann-Kind in der Schule sitzen, denn es wäre für die Lehrer unvorstellbar gewesen, wenn eines von ihnen länger als vier Jahre in die Grundschule gegangen wäre. Klaus konnte zum Beispiel am Ende des ersten Schuljahres kein Wort lesen und schreiben und auch nicht rechnen, aber er wurde versetzt. Denn die Lehrer wussten alle, dass sie sonst zwei Kinder aus dieser Familie in der Klasse gehabt hätten. Bei so ungewöhnlich spannenden Geschichten sind die Kinder schon neugierig auf die nächste Vorlesestunde für Grundschüler am 19. Dezember im Familienzentrum.
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