Der Pfarrer und die Rentnerband
08.02.2012 | 19:19 Uhr 2012-02-08T19:19:00+0100
Herscheid.Der demografische Wandel macht vor den Mitgliedern der katholischen Frauengemeinschaft nicht halt. Diese Tatsache nahmen die Akteurinnen beim Frauenkarneval gestern im Cyriakusheim auf die Schippe und bewiesen, dass sie keine Schwierigkeiten haben, auch mal über sich selbst zu lachen.
Kreuzfahrt günstiger als Altenheim
„Unsere Falten, die sind lustig“, sang der KFD-Frauenchor Hüinghausen über die Nebenwirkungen des Alters. Bärbel Annacker stellte klar: „Altersheim? Nein danke!“ Spitzfindig rechnete sie vor, dass Reisen mit einem Kreuzfahrtschiff viel kostengünstiger seien, als der Aufenthalt im Altenheim. „Das Gesparte reicht fürs Trinkgeld und zehn Mahlzeiten, und ich komme sogar noch in der Welt rum.“
Über seine „Rentnerband“ scherzte Pfarrer Patrick Schnell, der als Krähe Lorenz in die Bütt flog. Aus der Vogelperspektive hat diese beobachtet, dass Pastor Wojtyna mit Brille ins Bett geht, um seine Träume besser zu sehen, und dass sein Vorgänger „Hans im Glück“ Erlemeier ein Knöllchen für zu langsames Auto fahren erhielt.
Ruheständler Erlemeier widmet sich jetzt der Naturwissenschaft. Als Herr Professor Schlaumeier hielt er den Frauen eine Vorlesung über die Biologie des Menschen, der, weil er von den Bäumen herab stieg, um Camping zu machen, eigentlich ein heruntergekommener Affe sei.
Margret Bruns und Petra Wiegleb alias Lisbeth und Lieschen erklärten, warum höherer geistlicher Besuch beim Frauenkarneval fehlte: „Der Generalvikar ist mit dringenden Geldgeschäften beschäftigt. Er dreht den Gemeinden den Geldhahn zu.“
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