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Christmarkt auf dem Bauernhof

15.11.2009 | 19:02 Uhr
Christmarkt auf dem Bauernhof

Herscheid. Die Kinder kamen durchweg in Gummistiefeln und Matschhosen und strebten sofort zum offenen Kuhstall auf Bühner's Bauernhof. Dort warteten die Kühe schon auf Futter.

Den Kindern, die das Futter zu zaghaft hinhielten, wurde die lange Kuhzunge entgegengestreckt. Der Hof war ein Streichelzoo mit kleinen Kälbchen, Ziege, Pferd, Hühnern und dem Hofhund.

Die Erwachsenen stimmten sich auf dem Adventsmarkt auf der Gasmert schon auf die Weihnachtszeit ein und stöberten an den Ständen der Aussteller und in der Scheune nach Adventsartikeln und von Heiderose Bühner selbst angefertigten Kränzen und Gestecken.

Liebevolle Handarbeit steht zum Verkauf

„Weihnachten wird das Christuskind geboren”, erklärte ein Papa seinem Dreijährigen vor einer Krippe, warum er das Jesuskind nicht mitnehmen durfte. Erstmals dabei waren zwei Hobbybastler aus Großendrehscheid mit kunstvollen Schwibbögen. „Alles reine Handarbeit, so wie früher”, erklärte der 86-jährige Erich Schiffer. Er pauscht die Weihnachtskulissen auf ein Brett und schneidet sie dann mit der Laubsäge aus.

Viele Leute steuerten bald die Küchenscheune an und wärmten sich mit Grünkohl oder Pfannengrütze und Bratkartoffeln auf.

Naschkatzen ließen sich in der „Hof-Konditorei” zu leckerer Torte verführen, die von den Ausstellern als Standgebühr gestiftet wurden.

Am Samstag war es regnerisch und mies, „aber für das Wetter darf man zufrieden sein”, meinten die Aussteller.

Gut besucht trotz regnerischen Wetters

Auch Familie Bühner freute sich, dass trotz der Witterung immer viele Leute zum Adventsmarkt auf der Gasmert kommen.

„Es ist eben Adventwetter.” Gern zugegriffen wurde beim Direktanbieter Bühner auch bei schlachtfrischen Fleisch- und Wurstwaren und in Traute's Bauernlädchen bei Eiern, Nudeln, Brotaufstrichen, Likören, frischem Brot und Mettwürstchen.

Draußen kam dann am Stand eines Ennepetalers noch Marmelade oder Tee in die Tasche. Der EDV-Techniker geht am Wochenende in den Wald und sammelt Kräuter, macht Marmelade und Likör und führt damit eine Familientradition weiter. „Ich habe meiner Oma immer zugeguckt.” Zum Probieren und Mitnehmen gab es an den Ständen außerdem Forellen aus dem Versetal und Fruchtweine der Räriner Weinbergschnecken.

Während die Damen in der Adventsausstellung stöberten, unterhielten sich manche Herren lieber mit den Märkischen Schlepperfreunden über einen neu restaurierten 27 PS-Trecker Hanomag R27, Baujahr 1956. Damit machten vor allem die Kinder gerne Rundfahrten.

Monika Wiegelmann

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