Bilderreise in die Vergangenheit
02.11.2011 | 16:51 Uhr 2011-11-02T16:51:00+0100
Herscheid.Wie hat sich Herscheid im Laufe der Zeit verändert? Wie bekamen die Bürger vor über 100 Jahren die Schneemassen in den Griff? Wie sah die Apostelkirche vor der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg aus?
Diese und viele weitere interessante Fragen rund um die Ebbegemeinde beantwortete Herbert Schulte den Senioren des Altenkreises in einer Dia-Präsentation. „Ich sehe kaum leere Stühle,“ blickte der Leiter des Altenkreises, Erhard Stahlschmidt, in den sehr gut besuchten Bürgersaal. Rund 60 Mitglieder folgten der Einladung zum Beisammensein bei Kaffee und Kuchen. „Ich freue mich, Herbert Schulte als Gast begrüßen zu dürfen, der aus früheren Jahren erzählen wird,“ leitete Stahlschmidt die Präsentation ein.
Der Vortrag mit dem Titel „Herscheid im Wandel der Jahre“ zeigte durch viele Fotos, wie sich das Unterdorf, der Spielberg, das Rathaus, der Böllenberg, der Ortskern, die Kirche, das Ebbegebirge und vieles mehr verändert hat. Dabei erinnerte Schulte daran, dass es jeden Tag Veränderungen gebe, im Großen wie im Kleinen: „Und erst nach zeitlichem Abstand merkt man, was sich alles verändert hat.“ Eine große Veränderung vollziehe sich zurzeit vor unseren Augen: Das Frankfurter Kreuz ist Vergangenheit, jetzt kommt der Kreisverkehr.
Viele Bilder verdeutlichten, wie klein Herscheid um die Jahrhundertwende war: So hisste Ludwig Messner auf dem Spielberg – dem Hausberg der Herscheider – eine Fahne, wenn etwas Besonders anstand.
Nordhelle ein Paradies
für Wintersportler
Neben der Landwirtschaft und dem Schweinemarkt im April prägte vor allem die Apostelkirche das Bild des Dorfes. Im Winter zog die Nordhelle Jahr für Jahr zahlreiche junge Schlitten- und Skifahrer an. Außerdem berichtete Schulte über auch aus heutiger Sicht kuriose Vorschläge: So sollte einst eine Kleinbahn zwischen Kassel und Köln über Herscheid verkehren. Die alten Bilder boten jede Menge Gesprächsstoff.
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