Anlieger verärgert – Fehlplanung und Raserei
21.11.2010 | 11:50 Uhr 2010-11-21T11:50:00+0100
Hüinghausen.„Die 30 km/h-Schilder sind zu klein!“, stellte ein Anlieger fest, der zum Dorfrundgang der UWG Herscheid in Hüinghausen einmal mehr rücksichtslose Schnellfahrer im Ort kritisierte. Überschwemmte Garagen und Hauseingänge durch falsche Straßenprofile waren ein weiteres, viel beklagtes bauliches Manko.
UWG-Vorsitzender Frank Mühlhoff konnte am Samstag ein knappes Dutzend Anwohner und UWG-Mitglieder zum Dorfrundgang begrüßen. Der begann an der Grundschule, wo es Beschwerden über Verkehrsteilnehmer gab, die insbesondere aus Richtung Elsen die 30 km/h-Schilder einfach ignorieren. Unter den Autofahrern, das wurde beobachtet, sind all zu oft Eltern von Grundschulkindern. Die lassen die Schüler auch meist direkt vor der Schulhofeinfahrt – und dann noch zur Straßenseite hin – aussteigen, was die Gefährdung der Kinder erhöht.
Messungen brachten nichts
Mehrfach, das wusste UWG-Vertreter Udo Milkereit zu berichten, hat der Radarwagen des Märkischen Kreises schon am Elsener Weg Station gemacht, verbessert hat sich die Situation nicht. Abhilfe könnten hier, wie an der ebenfalls auf 30 km/h begrenzten Welliner Straße, „Berliner Kissen“ schaffen, die aber für Schneeräumfahrzeuge hinderlich sind. Eine Anwohnerin ärgerte sich, dass ihre Beschwerden über zu schnelles Fahren von Herscheid nach Plettenberg und von dort nach Arnsberg verwiesen wurde. Arnsberg wiederum verwies sie an Herscheid . . .
Mängel an Straßen
„Kommen Sie am Montag in die Bauausschuss-Sitzung und tragen Sie dort Ihre Beschwerden und Anregungen vor“, empfahlen UWG-Ortsvertreter Henning Schröder und Fraktionschef Peter Benecke. Beim weiteren Dorfrundgang wurde bedauert, dass man gegen den Bauherrn des seit Jahren verfallenden Wohnhaus-Neubaus an der Welliner Straße nichts unternehmen kann, obwohl die lückenhafte Baustellenabsperrung für spielende Kinder kein Hindernis ist.
An mehreren Stellen im Dorf Hüinghausen wurden bauliche Mängel an Straßen kritisiert. Dort sorgen entweder ein falsches Quergefälle, fehlende Randsteine oder schlichtweg mangelhafte Planung dafür, dass bei starken Regenfällen das Oberflächenwasser Haus- und Hofeinfahrten, über Wiesen und unter Hecken hindurch Garagen und Hauseingänge flutet. Parkende Lkw in der Elsetalstraße, deren Rückstau oft bis auf die Habbeler Straße reicht, sollten ebenfalls durch die verursachende Firma Teckentrup verhindert werden.
Die von der UWG aufgestellte Mängelliste soll nun nach und nach abgearbeitet werden.
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