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Polizei : Joggerin prügelt auf kleinen Hund ein

Herne, 27.01.2010, Redaktion

Herne. Im Königsgruber Park ist am Dienstagnachmittag ein kleiner Hund von einer noch unbekannten Joggerin so schwer getreten worden, dass er ca. 1,50 Meter durch die Luft geschleudert wurde. Danach schlug sie mehrfach mit der Faust gegen den Kopf des Tieres. Die Polizei sucht Zeugen.

Zu einem denkwürdigen Vorfall kam es am Dienstagnachmittag gegen 15 Uhr im Königsgruber Park in Röhlinghausen. Eine 26-jährige Hernerin war dort mit ihrem fünf Monate alten Hund, einem Malteser, unterwegs – der Hund war nicht angeleint. „Er ist total winzig”, sagt die Hundehalterin, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen möchte. „Der Hund ist noch so jung, dass er jeden Menschen für einen Spielkameraden hält und mit jedem mitläuft.”

Als sich eine Joggerin näherte, habe die 26-Jährige versucht, die Sportlerin anzusprechen, damit diese kurz stehen bleibe. „Ich wollte den Hund eben festhalten, damit er ihr nicht hinterherläuft.” Doch die Dame habe darauf nicht reagiert und sei einfach weiter gelaufen, so dass der ca. drei Kilogramm schwere Vierbeiner, der auf den Namen „Kenai” hört, ein Stückchen hinter der Joggerin her flitzte. Daraufhin habe die Frau so heftig auf das Tier eingetreten, dass es etwa 1,50 Meter durch die Luft geschleudert wurde. „Ich war starr vor Schreck”, berichtet die Hundehalterin.

Der kleine Malteser indes sei wieder zu der Joggerin zurück gelaufen, die daraufhin erneut nach dem Tier getreten habe, dabei das Gleichgewicht verloren habe und zu Boden gestürzt sei. „Dann griff sie nach dem Hund und schlug dreimal mit der Faust gegen seinen Kopf.” Anschließend sei die Sportlerin davon gelaufen.

„Sie grinste nur und rannte weiter”, meint die 26-jährige Frau, die den Vorfall auf der Polizeiwache Wanne-Eickel zur Anzeige brachte. Ob der kleine Kenai die Attacke gesund überstanden hat, bleibe abzuwarten: „Er streckt alle Viere von sich, isst kaum etwas und ist völlig verschreckt”, so die Hundehalterin. „Wenn es nicht besser wird, gehe ich mit ihm zum Tierarzt.”

Nicht ganz geklärt ist, ob der Hund hätte angeleint werden müssen. Stadtsprecher Christian Matzko: „Grundsätzlich gilt, dass alle Hunde angeleint werden müssen, egal wie klein sie sind.” Allerdings handelt es sich bei weiten Teilen des Königsgruber Parks um ein Landschaftsschutzgebiet, und dort gilt keine Anleinpflicht. „Ich bin mir sicher, dass Kenai nicht an die Leine musste”, glaubt die Hundehalterin.

Die Polizei sucht Zeugen. Tel.: 02325/ 960 3721.

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