Verkehr : Bürgerinitiative erfolgreich: Tempo 80 auf der A42 bei Herne

Herne. Auch nach den Bauarbeiten auf der A42 bleibt es erst einmal bei Tempo 80 zwischen Baukau und Börnig. Das kündigte jetzt die Bezirksregierung an.
Die Bürgerinitiative für die Lärmreduzierung im Umfeld der A42 kann offenbar auf Unterstützung aus Arnsberg hoffen. Am Donnerstagmorgen, 3. September, freuten sich Norbert Bähr und seine Mitstreiter über den Besuch von Regierungspräsident Helmut Diegel: Der überraschte die Anwohner mit einer unerwarteten Zusage. „Wir, das heißt die Anwohner und der Regierungspräsident, waren uns einig darüber, dass die bestehende Geschwindigkeitsbegrenzung von 80 km/h bleibt”, erkläre der Initiator der Bürgerinitiative Norbert Bähr zufrieden.
Zeitintensive Sanierung
Nach der zeitintensiven und erst Ende Juli abgeschlossenen Sanierung der Asphaltdecke auf dem Autobahnstück zwischen Baukau und Börnig sollte die im Zuge der Bauarbeiten verhängte Geschwindigkeitsreduzierung nun wieder aufgehoben werden. Das jedenfalls strebe die zuständige Landesbehörde Straßen NRW an, erklärte Karsten Uhrig von der Regionalniederlassung Bochum auf Nachfrage. Die Anwohner wollen aber genau das verhindern: „Weil sich die Lärmsituation auch mit der neuen Fahrbahndecke kaum verändert hat”, so Bähr.
Kein Lärmschutz
Knackpunkt seien die noch immer nicht komplett installierten Lärmschutzwände: „So lange die nicht da sind, muss das Tempolimit 80 bleiben.” Zwar werden derzeit in einem ersten Sanierungsschritt bestehende Schallschutzwände auf einem Teilbereich der Strecke instandgesetzt, teilweise ist jedoch die Errichtung komplett neuer Wände nötig. Die entsprechende Baumaßnahme befinde sich noch im Vergabeverfahren, mit dem Beginn der Arbeiten sei nicht vor November, Anfang Dezember zu rechnen. Und die zwischenzeitliche Freigabe der Strecke stehe „aus baulicher Sicht unmittelbar bevor”, so Uhrig von Straßen NRW: „Es sei denn, es gibt politische Gründe für eine weitere temporäre Einschränkung.”
Will heißen: Der Regierungspräsident hat das letzte Wort. „Und der hat uns nun zugesagt, dass das Limit bleibt, bis die Lärmschutzwände komplett sind”, freut sich Bähr über das Ergebnis des Arnsberger Besuchs.







