Zu voll? Einsatz für Feuerwehr in Flüchtlingscamp in Hemer

In einer langen Schlange standen die Einsatzfahrzeuge gestern Abend auf dem Gelände der Flüchtlingsunterkunft sowie davor auf dem Apricker Weg
In einer langen Schlange standen die Einsatzfahrzeuge gestern Abend auf dem Gelände der Flüchtlingsunterkunft sowie davor auf dem Apricker Weg
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Die Ankunft von 60 zusätzlichen Flüchtlingen hat am Montagabend in Hemer Feuerwehr und Rettungsdienste alarmiert und Irritationen ausgelöst.

Deilinghofen.. Etwa 20 Fahrzeuge von Feuerwehr, Rotem Kreuz und Maltesern sind am Montagabend etwa ab 19.30 Uhr nach und nach auf dem Gelände der Flüchtingsunterkunft am Apricker Weg eingetroffen. Da sie zum Teil mit Blaulicht in Hemer unterwegs waren, sorgte das Spektakel nicht nur in der Deilinghofer Bevölkerung für Irritationen.

Nach unbestätigten Informationen der Heimatzeitung war bereits am frühen Abend durch die Bezirksregierung die kurzfristige Unterbringung von rund 60 Flüchtlingen in der Unterkunft angeordnet worden. Da zunächst befürchtet wurde, dass in der ohnehin schon mit 630 Personen belegten Einrichtung kurzfristig keine ausreichenden Schlafplätze für so viele Flüchtlinge geschaffen konnten, sollten durch die Hilfsorganisationen Zelte aufgestellt werden. Offenbar gelang es dann doch, die Neuankömmlinge in den Gebäuden unterzubringen, so dass die Einsatzkräfte unverrichteter Dinge gegen 21 Uhr abrückten.

Warum die 60 Flüchtlinge so kurzfristig nach Deilinghofen gebracht werden mussten und woher sie kommen, war am Montag nicht mehr zu klären. Weder die stellvertretende Leiterin der Betreuungseinrichtung noch Stadtpressesprecher Marc Giebels konnten dazu Angaben machen.