Woeste-Orchester im Trainingslager

Das Woeste-Orchester im Trainingslager
Das Woeste-Orchester im Trainingslager
Foto: IKZ

Hemer. „Ohne Proben ganz nach oben“, das sei leider nur ein Wunschtraum, schmunzelt Musiklehrerin und Workshop-Organisatorin Diana Karow-Hanschke – das gilt auch für das Orchester des Woeste-Gymnasiums.

Das über fünfzigköpfige Schulorchester widmet sich nämlich mittlerweile anspruchsvoller Literatur: So stehen Auszüge aus Sinfonien von Brahms und Mendelssohn-Bartholdy auf dem Probenplan des kommenden Halbjahres sowie eine eigene Komposition des Orchesterleiters Jörg Segtrop. In Zusammenarbeit mit dem Madrigalchor Werl soll anlässlich des diesjährigen Tags der Befreiung (8. Mai 2015) seine „Werler Friedensmesse“ erklingen.

Um eine solide Basis für diese hoch gesteckten Ziele zu erarbeiten, ging es nun für zwei Tage ins musikalische Trainingslager nach Meschede-Eversberg. Das dortige Matthias-Claudius-Haus bietet hervorragende räumliche Möglichkeiten für eine konzentrierte Probenarbeit.

Dabei wurde das Orchester in Kleingruppen aufgeteilt, um noch effektiver arbeiten zu können. Mit den regional bekannten Musikern Birgit Maiworm, Peter Westhoff und Dana Beckmann konnte das Woeste-Musikteam wieder bewährte Dozenten für die Holz-, Blechbläser- und Streicherregister gewinnen. Besonders freuten sich Segtrop und Karow über die spontane Zusage ihrer inzwischen pensionierten Lehrerkollegen Maria Schlager und Gottfried Pielhau, den Workshop als Betreuer zu begleiten.

Das herrliche Winterwetter im verschneiten Eversberg wurde dank eines straffen Probenplans weitgehend ignoriert. Dennoch endete sogar ein langer Probentag mit Musik, als Gottfried Pielhau abends zur Gitarre griff und gemeinsam am Kamin gesungen wurde. Zu fortgeschrittener Stunde spielte auch noch eine neue Woeste-Combo namens „Mission (im)possible“ auf: Fünf Mädchen aus der Stufe 11 bewiesen, dass man mit der ungewöhnlichen Besetzung Querflöte, Violine, Trompete, Altsaxophon und Percussion ebenfalls wohlklingende Musik machen kann.

Die Orchester-Tuttiprobe zum Abschluss des Workshops trug schon erste hörbare Früchte der Detailarbeit. Im großen Gesamtklang konnten die jungen Musiker spüren, dass sie wieder einen Schritt auf dem „Weg nach oben“ bewältigt haben.