Wispa-Verein will zurück zu den Wurzeln

Beim Wispa-Geburtstagsfest
Beim Wispa-Geburtstagsfest
Foto: IKZ

Hemer..  Eine handgemachte Acusticsession mit den Evergreens zum Mitsingen, harte Gitarrenriffs auf der Bühne und ein bunt gemischtes Publikum, das die Musik vereint: An diesem Geburtstagsfest hätte Wispa wohl selbst die größte Freude gehabt. Mit einem Konzert in der Ihmerter Gemeindehalle erinnerte der Wispa-Verein am Samstag an den im Oktober verstorbenen Gründe und Namensgeber Winfried „Wispa“ Spanke und verdeutlichte zugleich, dass die alternative Kulturarbeit weitergeht.

Für die heimischen Musikfans ist der 11. April ein „legendäres Datum“, denn am Geburtstag von Wispa begannen die großen Rockfeten, die schließlich zum Festival auf der Heide führten. An das erste Fest 1983 erinnerte in einer Bilderausstellung auch der Bußgeldbescheid der Stadt Menden wegen Ruhestörung. „Auch uns hat es umgehauen, wir mussten uns neu finden. Eines war aber sofort klar, wir wollen weitermachen“, sagte Vorstandsmitglied Anne Heß-Müller zum Tod des Gründers.

Fünf Bands bieten Folk, Hardrock und Heavy Metal

Das erste Signal zum Weitermachen war das Konzert in der Ihmerter Gemeindehalle, das über 200 Musikfans und Wispafreunde anlockte. Der Buena Wispa Social Club eröffnete das Programm mit Coverversionen, bevor die Punkrocker von „Sinnlos laut“ loslegten. „The Life Tonight“ aus Bottrop boten anschließend Hardcore. Alte Festivalbekannte sind „Irish Maiden“ mit ihrem selbst geprägten „Hard Whiskey Sound“, einem Mix aus Rock, Balladen und irischem Folk. Die Band „Ballbreakers“ krönte den Abend und brachte die australische Kultband AC/DC live auf die Bühne.

Auch in den Umbaupausen wurde es in der Halle nicht still. Zunächst spielte Josie. Anschließend gab es einen musikalischen Eindruck von den Acousticsessions, die jeden ersten Sonntag im Monat im Lokvogel stattfinden. Lagerfeuer-Folkatmosphäre zauberten die Musiker mit Evergreens wie „The letter“ oder „Lucky man“ zum Mitsingen in die Halle. „Wish you were here“ war dann die passende Hommage an Wispa, die viele wehmütig zurückblicken ließ.

Auch Vizebürgermeister Wolfgang Römer ehrte „einen der ungewöhnlichsten und liebenswertesten Menschen“, der daran mitgewirkt habe, Hemer besser zu machen. „Wispa bleibt uns und Hemer erhalten“, sagte er.

Erhalten bleiben soll auch das Festival am traditionellen Datum Fronleichnam. Allerdings will der Verein „back to the roots“(zurück zu den Wurzeln), also kleiner feiern. Vor einer Wahl des Ortes sollen erst Gespräche mit den Anwohnern geführt werden. Am 21. April will der Vorstand dann entscheiden.