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Aktion des Pastoralverbundes

Winterliche Adventsfenster

23.12.2010 | 15:04 Uhr
Winterliche Adventsfenster
Am 22. Dezember öffnete sich das Adventsfenster der Familie Humpert.

Hemer. Noch liegt der Garten der Familie Humpert auf dem Stübecken im Dunkeln - doch sobald Andreas Humpert und seine Frau die Pappen vor dem Fenster entfernen, tauchen Lichterketten und Kerzen die schneebedeckte Wiese in warmes Licht. Der Wohnzimmer-Erker der Familie Humpert ist das vorletzte Adventsfenster, das der Pastoralverbund Hemer in diesem Jahr öffnet.

Konfessions- und Stadtteil-übergreifend hat sich die Adventsfenster-Aktion der katholischen Kirchengemeinden inzwischen etabliert. Zum vierten Mal veranstaltete der Pastoralverbund die Aktion in der Vorweihnachtszeit. „Das hat eine Eigendynamik entwickelt“, bilanziert Koordinator Dirk Traut dementsprechend zufrieden.

Beim Rückblick auf die 21 vorherigen Adventsfenster freut sich Traut, dass inzwischen viele Familien ein Fenster vorstellen. In den Jahren zuvor begrüßten noch weitaus häufiger Kindergärten oder Vereine die Gäste, „heute ist viel Privates dabei“, beschreibt Dirk Traut die Entwicklung. Gemeinsam mit Katrin Ehmke und Jutta Bodenstein fotografierte er die jeweiligen Fenster, auch nach Weihnachten werden diese Fotos noch auf der Website des Pastoralverbunds unter www.kath-kirche-hemer.de abzurufen sein.

Dann kann man sich auch die Krippe der Familie Humpert genauer anschauen. „Wir haben die Krippenfiguren gekauft, als unsere Tochter noch nicht da war“, so Andreas Humpert. Einige Jahre später sei die Familie dann auf die Idee gekommen, die Figuren nicht erst an Heiligabend aufzustellen. „Den ganzen Advent über steht die Krippe nun in unserem Erker“, erläutert der Familienvater.

Jeden Sonntag werden die Figuren dann etwas näher zusammengeschoben, bis Maria und Josef an Weihnachten im Stall angekommen sind. „Und dann kommt auch erst das Jesuskind dazu“, weist er auf die noch fehlende Holzfigur hin.

Gedichte und Geschichten tragen Andreas Humpert und Tochter Anna-Karina vor, gemeinsam mit den Besuchern werden Adventslieder gesungen. Lagerfeuer und Fackeln sorgen zumindest für etwas Licht, Glühwein und Kinderpunsch wärmen zum Ausklang dann auf der Terrasse.

„Wir haben uns die Fenster immer schon angeschaut“, begründet Andreas Humpert seine Teilnahme, von der die Familie nicht lange überzeugt werden musste. „Das hat uns immer gut gefallen.“ An der traditionellen Gestaltung des Erkers änderten sie nichts, bei der Vorbereitung des kleinen Programms halfen engagierte Gemeindemitglieder.

Dirk Traut versichert, dass es auch 2011 wieder Adventsfenster in der Felsenmeerstadt geben wird.

Am heutigen Heiligen Abend öffnet sich kein Fenster mehr, denn heute laden die Kirchen natürlich wie gewohnt zu den Christmetten ein.

Thorsten Streber



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