Wildwuchs sprießt aus Blücherkaserne
19.07.2007 | 10:22 Uhr 2007-07-19T10:22:52+0200Hemer. (pk) Ausgerechnet direkte Nachbarn der Blücherkaserne Am Haseloh und an der Holbeinstraße ärgern sich jetzt über die Bundeswehr, die nach dem Truppenabzug immer noch zuständig ist für das große Areal am Rande der Innenstadt. Die Gärtner mähen nich
Als Kasernenfeldwebel organisiert Stabsfeldwebel Siegfried Tomczak alle Maßnahmen bis zur endgültigen Stilllegung der noch bewachten Blücherkaserne, in der kein Bundesgärtner mehr tätig ist. Zivile Mitarbeiter der "Landwirtschaftlichen Geländebetreuung" waren bis März in Hemer tätig, sind wahrscheinlich nach wie vor zuständig und reisen jetzt von weit her an: "Sie kommen regelmäßig, mähen aber nicht mehr in der Intensität", erklärt Tomczak auf Redaktionsanfrage. Er geht davon aus, dass auch noch im August gemäht wird, aber wer wirklich zuständig ist, muss der Stabsfeldwebel selber noch prüfen.
Das wird ein schwieriges Unterfangen, weil der Dienstalltag in Hemer für die wenigen restlichen Soldaten alles andere als normal ist. Das Festnetz mit der Telefonnummer 905-0 ist längst gekappt, es gibt weder ein Dienstfahrzeug noch ein Diensthandy. Das einzige Diensttelefon ist für die Verwaltungsmitarbeiterin der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben in Betrieb; die junge Dame ist in Urlaub gegangen und hat ihr Büro abgeschlossen.
Mit Interesse verfolgt man beim Stadtbetrieb Hemer die Entwicklung. Wegen der Landesgartenschau und auch wegen der großen Grünflächen im bisherigen Militärgelände, das demnächst von der Stadt gepflegt werden muss, wird dann zusätzliches Personal erforderlich. Verstärkung für die Belegschaft des Bauhofes? "Man weiß es noch nicht", sagt SBH-Chef Willi Große: Der Bedarf sei wohl erkannt, und es werde überlegt. Auf jeden Fall aber benötige der Stadtbetrieb Hemer demnächst einen professionellen Großflächenrasenmäher.
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