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Wie die Furien:Polizei muss Störer fesseln

26.09.2011 | 15:23 Uhr

Hemer.Während Tausende in Hemer schöne Hemeraner Herbsttage genießen konnten, stellt sich die Sachlage aus Sicht der Polizei deutlich anders dar. Sie musste vermehrt gegen Gewalttäter und andere Zeitgenossen vorgehen, die offensichtlich nicht friedlich feiern und auch nicht verantwortungsbewusst mit Alkohol umgehen können.

Neben zahlreichen Routineereignissen wie z. B. Verkehrsunfälle, Fundsachen, Verlustmeldungen, Diebstahls- und Betrugsereignissen waren die Ordnungshüter auch in anderen Angelegenheiten stark gefordert. Einen Einblick gibt die folgende auszugsweise Einsatzübersicht:

Am Freitag gegen 21 Uhr lief ein bislang unbekannter Täter mit einem Teleskopschlagstock durch die Menschenmenge auf dem Hademareplatz und schlug gezielt auf einzelne Besucher ein. Ein zweiter Täter stieß anwesende Besucher beiseite. Beide Angreifer konnten bisher unerkannt in der dichten Menschenmenge entkommen. Glücklicherweise waren keine schwerwiegenden Verletzungen festzustellen. Eine polizeiliche Fahndung blieb bisher erfolglos. Der Täter wird wie folgt beschrieben: südländischer Typ, ca. 24 Jahre alt, ca. 185 cm groß, dunkle und an den Kopfseiten kurz rasierte Haare. Das zuständige Kriminalkommissariat hat die Ermittlungen aufgenommen.

Ebenfalls am Freitag bemerkten Mitarbeiter der Jugendschutzstreife des Ordnungsamts Hemer gegen 22.45 Uhr einen 25-jährigen Mendener, der im Besitz eines Rauschgift-Joints und eines Einhand-Kampfmessers war. Die Polizei beschlagnahmte die Gegenstände und leitete ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz und das Betäubungsmittelgesetz ein.

Gegen 23.45 Uhr wurde einer Besucherin an der Rathaustreppe eine blaue Handtasche mit umfangreichem Inhalt entwendet. Zeugenhinweise bitte an die Polizeiwache Hemer.

Am Samstag gegen 2.45 Uhr kam es am Hademareplatz an einem Gaststätteneingang zu wechselseitigen Provokationen und anschließend zu massiven Tätlichkeiten zwischen mehreren angetrunkenen Personen. Eine Personengruppe flüchtete daraufhin in Richtung Hauptstraße. Die Fahndung verlief bisher negativ.

In der Nacht zu Sonntag eskalierte gegen 23.30 Uhr im Park hinter der Stadtbücherei ein Streit unter Jugendlichen, bei dem insbesondere zwei Mädchen ihre offenbar länger schwelenden Meinungsverschiedenheiten auskämpfen wollten. Andere Festbesucher hatten bemerkt, dass sich eine Eskalation anbahnte und verständigten den gemeinsamen Streifendienst der Polizei und der Ordnungsbehörde. Als diese Kräfte eine Minute später vor Ort eintrafen, standen sich dort zwei Personengruppen gegenüber und zwei junge Frauen waren dabei, wie die Furien aufeinander los zu gehen. Die Beteiligten mussten mittels einfacher körperlicher Gewalt getrennt werden. Eine Beschuldigte musste gefesselt werden, da sie Widerstand leistete. Da sich weitere Personen, so auch die Mutter, in den Polizeieinsatz einmischten, musste Verstärkung anrücken. Die Haupttäterin wurde vorläufig festgenommen. Zuvor hatte sie noch im Funkstreifenwagen heftig randaliert und auf Polizeibeamte eingetreten.

Während des Polizeieinsatzes mischte sich ein hinzu kommender, völlig Unbeteiligter ein. Als der Mann schließlich einen der Polizeibeamten tätlich angriff, musste Pfefferspray eingesetzt werden. Der Störer wurde gefesselt und anschließend ebenfalls in Polizeigewahrsam eingeliefert. „Darüber hinaus ist es nur der Geduld und der Selbstbeherrschung der eingesetzten Kräfte zu verdanken, dass zwei weitere Personen nicht ebenfalls in einer Zelle landeten“, bilanziert die Polizei. Diese hatten ebenfalls permanent provoziert und die Maßnahmen der Beamten gestört. Die Polizei erstattete gegen zwei Personen Strafanzeigen wegen Widerstands und Körperverletzung sowie gegen eine weitere Person Anzeige wegen Personalienverweigerung und Belästigung der Allgemeinheit. Im Nachgang erschien eine weitere Geschädigte auf der Wache und erstattete gegen die Aggressorin und deren Mutter Strafanzeige.

Am Sonntag gegen 13.10 Uhr kam es auf dem Parkplatz eines Kaufhauses an der Urbecker Straße zwischen mehreren Personen zu einem Streit und Tätlichkeiten um das Einparken.

Ebenfalls am Sonntag kam es gegen 15.10 Uhr An der Steinert zu einer Schlägerei zwischen einem Hemeraner Festbesucher und einem auswärtigen Schausteller. Ursächlich waren Meinungsverschiedenheiten über auf einen vermeintlichen Automatengewinn. Es erging Strafanzeige wegen Körperverletzung.

Während der Herbsttage mussten einige hilflose Personen aufgrund übermäßigen Alkoholgenusses ins Krankenhaus eingeliefert werden. So fand eine Polizeistreife in der Nacht zu Samstag mehrere Betrunkene auf einer Sitzbank an der Bahnhofstraße vor. Einer von ihnen stand so extrem unter Alkoholeinfluss, dass er mit einem Rettungswagen in die Paracelsusklinik gebracht werden musste. Gleiches wurde bei einem jungen Mann veranlasst, der in der Nacht zu Sonntag an der Stephanstraße auf dem Gehweg liegend aufgefunden wurde.

In der Nacht zu Montag war an der Hauptstraße 154 ein Vandalismusschaden zu verzeichnen. Dort wurde die Haustürverglasung eingeschlagen. Auf dem Hademareplatz versuchte ein unbekannter Täter, einen blauen Opel Calibra aufzubrechen und richtete dabei erheblichen Sachschaden an.

IKZ Redaktion

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Kommentare
26.09.2011
21:33
Wie die Furien:Polizei muss Störer fesseln
von ZsaZsaZebra | #3

Ach so, die Polizei verhaftete auch mehrere Personen, die im Besitz von Alkohol-Bier waren.

26.09.2011
21:32
Wie die Furien:Polizei muss Störer fesseln
von ZsaZsaZebra | #2

Wasist denn ein Rauschgift-Joint ? Interessante Wortmischung.

26.09.2011
20:29
Wie die Furien:Polizei muss Störer fesseln
von Lokalist | #1

Es wird scheinbar immer schlimmer und die Täter immer jünger. Ein Spiegel unserer Gesellschaft.

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