Wichtige Tipps für persönliche Energiewende

Sie freuen sich über die  Vertragsverlängerung der Energieberatung der Verbraucherzentrale
Sie freuen sich über die Vertragsverlängerung der Energieberatung der Verbraucherzentrale
Foto: IKZ

Hemer/ Iserlohn ..  Unter dem Spardiktat der Städte leidet mancherorts in Nordrhein-Westfalen auch die Energieberatung. In Iserlohn und Hemer jedoch können die Bürger bis 2019 weiterhin individuelle Tipps für die persönliche Energiewende bekommen. Beide Städte haben nach entsprechenden Ratsbeschlüssen den Vertrag mit der Energieberatung der Verbraucherzentrale Iserlohn verlängert.

„Wir setzen es um, weil wir einen Mehrwert für unsere Bürger haben“, sagte Bürgermeister Michael Esken. Für Iserlohns Kämmerer Friedhelm Kowalski ist die gemeinsame Energieberatung ein Beispiel für interkommunale Zusammenarbeit. „Ich bin überzeugt von der Leistung und Nützlichkeit“, betonte er bei der Vertragsverlängerung im Hemeraner Rathaus.

Rund 220 Beratungendirekt im Wohnhaus

Seit 2009 berät der Diplom-Ingenieur Martin Wulf in Iserlohn, seit 2012 können auch Hemeraner das Angebot nutzen. Allein im vergangenen Jahr gab es rund 2500 Bürgerkontakte bei Sprechstunden, Vorträgen oder an Info-Ständen. Auch die Klimatour NRW machte in Iserlohn Station. Aus den Erstgesprächen ergaben sich 220 Energieberatungen direkt vor Ort.

„Jedes Haus ist anders“, betont Martin Wulf. „Im breiten Spektrum zwischen Fenstertausch, Wärmedämmung und Heizungsoptimierung sind längst nicht überall die gleichen Energiesparmaßnahmen sinnvoll“, so der Energieberater. Wichtig sei den Verbrauchern, das Geld nicht falsch auszugeben, da sorge die Energieberatung für Klarheit, betonte Heike Hirschmann-Graf, Leiterin der Energieberatung in der Verbraucherzentrale NRW, die derzeit in 26 Städten angeboten wird. In Iserlohn und Hemer sei die Beratung von Anfang an ein Erfolg gewesen.

Die unabhängige Beratung stellt Kosten und Einsparungen gegenüber. Das kann vom relativ kostengünstigen Austausch der Heizungspumpe bis zur Dacherneuerung reichen. Nach der Energieberatung investieren rund 80 Prozent der Kunden. Im Durchschnitt werden 15 000 Euro für die energetische Sanierung der Gebäude ausgegeben. Auch kleinere Energieeinsparungen einzelner Haushalte machen in der Summe einen großen Unterschied für das Klima. Die Kohlendioxideinsparungen freuen auch Hemers Klimamanager Martin Rabe.

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird zur Hälfte finanziert von den Städten Iserlohn und Hemer und zur anderen Hälfte aus Fördermitteln des Landes Nordrhein-Westfalen und der EU. Sie ist Bestandteil des EU- und landesgeförderten Energiewendeprojekts der Verbraucherzentrale.