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Wenn Baulärm wie Musik klingt

01.08.2007 | 22:11 Uhr

Hemer. (pk) Dass haben Bedienstete der Stadt Hemer nie geträumt, dass sie mal bei einer privaten Firma landen, um eine außergewöhnlich interessante Arbeit zu leisten: Das Personal der "Landesgartenschau Hemer 2010 GmbH" steht - vor allem mit guten Namen a

Neben dem Geschäftsführer Peter Friedrich, zugleich weiterhin Erster Beigeordneter und Baudezernent am Hademareplatz, sind das der kaufmännische ZIM-Leiter Andreas Wiese als Finanzverwalter, dann Werner Fingerhut, laut Friedrich "wesentliche Stütze des Planungsamtes", der mit halber Arbeitszeit zur GmbH wechselt, sowie Jessika Klein, die am Telefon Ansprechpartnerin für die Landesgarten-GmbH ist (Rufnummer 551-2010). Die Firma, die demnächst vom Rathaus in die Blücherkaserne umziehen wird, hofft auf regen Kontakt zur Bevölkerung, die eingeschworen bleiben muss für den Traum vom Landesgarten am Felsenmeer.

Komplett ist die GmbH mit dem zweiten Geschäftsführer Heiner Pierenkemper und Marketingchef Hermann Sattler, der für die Veranstaltungen des Gesamtereignisses zuständig ist. Das Wetter im Hemeraner Landesgarten in drei Jahren? Keine Frage, 2010 ist ein WM-Jahr mit programmierter Sonne. Und mit Ernst: "Regenwetter im Sauerland ist bekannt", weiß der frühere Hagener Theatermann, der Veranstaltungen auch "für schlechtes Wetter besuchbar machen" will, also Veranstaltungen im Innenbereich gleich im Vorfeld mitorganisieren möchte.

Heiner Pierenkemper aus Essen kommt von der Landesarbeitsgemeinschaft Gartenbau und Landespflege und wird in Hemer die baulichen Maßnahmen begleiten.

Stadt und GmbH seien eng miteinander verknüpft, sagt Geschäftsführer Peter Friedrich, der auf die Bürger setzt: "Ohne absolute Rückendeckung aller Hemeraner müssen wir die Landesgartenschau gar nicht machen."

Wenn Hemer mit sehr viel Geld für die Zukunft gerüstet wird, geschieht das nicht still und leise. Und wenn dann für 2,5 Jahre Dauerbaustellen eingerichtet werden, müssen begeisterte Landesgartenschau-Fans Behinderungen im Straßenverkehr geduldig ertragen und im schier ewigen Stau grimmig auf die Zähne beißen. Dass das nicht selbstverständlich ist, weiß man im Rathaus vom Umbau der Sundwiger Hönnetalstraße. Neues Unheil droht, wenn die Mendener Straße erneuert wird. Er sei entsetzt darüber, so Friedrich, dass ausgerechnet Leute sich dort kritisch melden, die beharrlich die Herstellung der B 7 gefordert hatten. Heiner Pierenkemper hat eine sehr eigene Meinung zu diesem Themenbereich: "Für mich als ehemaliger Bauleiter ist Baulärm Musik." Bericht folgt

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