Weißrussinnen ließen die Finger über die Tasten fliegen

Das Klavierduo "Praleski" begeisterte am Sonntagabend im Jugend- und Kulturzentrum.
Das Klavierduo "Praleski" begeisterte am Sonntagabend im Jugend- und Kulturzentrum.
Foto: IKZ

Hemer..  Ihre Fingerfertigkeit war höchst brillant und beeindruckend – die Rede ist von den jungen Klavierspielerinnen des Duos „Praleski“, die am Sonntagabend im Jugend- und Kulturzentrum gastierten. Unterstützt wurde das außergewöhnliche Kammerkonzert von der Stiftung der Sparkasse Märkisches Sauerland und der Werner Richard-Dr. Carl Dörken Stiftung.

Markus Uhlenküken, der die Begrüßung der über 150 Musikliebhaber übernahm, unterstrich in seiner Ansprache die Erstklassigkeit der beiden Pianistinnen, die zum ersten Mal in der Felsenmeerstadt zu Gast waren. Wer Klavier spiele, der könne erahnen, wie schwer das Spiel mit vier Händen sei, wäre das Spiel mit zweien für Ungeübte doch schon nicht einfach.

Seit über sieben Jahren musizieren die beiden Weißrussinnen Katsiaryna Mikhal und Elmira Sayfullayeva gemeinsam mit ihrem großen Repertoire, welches Werke aus verschiedenen Epochen vom Barock bis zur Neuen Musik umfasst, am Klavier. Zunächst an der Staatlichen Musikakademie in Minsk ausgebildet, führte der Werdegang die beiden an die Kölner Hochschule für Musik und Tanz, Abteilung Aachen. Dort schlossen sie nach zweijährigem Masterstudium 2012 mit sehr guten Noten ab. Bei Professor Anthony Spiri studieren sie seither im Hauptfach Kammermusik als Klavierduo.

Bei zahlreichen erfolgreichen Konzerten sowie bei Auftritten wie beispielsweise 2013 im Rahmen des Projektes der WDR 3 Open Audition und bei Meisterkursen unter verschiedenen Professoren konnte das Duo, das seit vergangenem Jahr Stipendiat der Werner Richard-Dr. Carl Dörken Stiftung ist, brillieren. Davon zeugte auch das Konzert am Sonntagabend. Von leisen bis lauten Tönen mit andächtigen oder fröhlichen Passagen – das Duo „Praleski“ ließ die Finger über die Tasten fliegen.

Eröffnet wurde das etwa zweistündige Konzert mit Wolfgang Amadeus Mozarts Sonate D-dur für Klavier zu vier Hände (KV 381). Mit der Peer-Gynt-Suite No. 1 des norwegischen Komponisten Edvard Grieg, bestehend aus der „Morgenstimmung (Allegretto pastorale)“, „Ases Tod (Andante doloroso)“, „Anitras Tanz (Tempo di Mazurka) und „In der Halle des Bergkönigs (Alla marcia e molto marcato)“, ging es im Programm weiter.

Pjotr Tschaikowskys Nussknacker-Suite op.71.a mit den Danses caracteristiques „Grotesk-Marsch”, „Tanz der Zuckermandelfee”, „Trepak (Russischer Tanz)“, „Arabischer Tanz“, „Chinesischer Tanz“, „Rohrflötentanz“ und dem „Blumenwalzer“ gab es vor der Pause.

Des Weiteren überzeugte das Klavierduo „Praleski“ mit dem „Slawischen Tanz No.2“ von Antonin Dvorak sowie Felix Mendelssohn-Bartholdy Andante und Allegro Brillante op. 92.

Um auch die Musik vor Ort in Hemer zu fördern, wurde um eine Spende zu Gunsten der Hemeraner Musikschule gebeten.