Wasserverbrauch steigt mit den Temperaturen deutlich an

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Hemer..  Auch am Samstag, 4. Juli, dem vermutlich bisher heißesten Tag des Jahres, sollte trotz der Hitze sparsam und überlegt mit Wasser umgegangen werden. Darauf weisen die Stadtwerke Hemer hin. „Die Verbraucher sollten unbedingt einen „kühlen Kopf“ bewahren. Wenn alle Hemeraner bedenkenlos die Wasserhähne bis zum Anschlag aufdrehen, kann das zu einem Druckverlust führen“, erklärt Dieter Gredig, Technischer Leiter der Stadtwerke. Die Stadtwerke plädieren daher für einen dosierten Wassereinsatz, da Wasser – nicht nur in Hemer – ein kostbares und von der Natur begrenztes Gut ist: „Die Gärten sollten über einen längeren Zeitraum in den frühen Morgenstunden oder erst nach 20 Uhr gewässert werden, so Gredig.

Zum Abkühlen reicht eine kurze Dusche mit nicht zu kaltem Wasser, und schon ist die Erfrischung perfekt. Das geht innerhalb von wenigen Sekunden.“ All denjenigen, die sich bei diesem Wetter gerne mit dem Gartenschlauch abspritzen wollen, gibt Gredig den Tipp: „Am besten, man stellt die Düse auf Sprühnebel. Das reduziert den Wasserverbrauch und kühlt auf überraschend angenehme Weise.

In Hemer werden täglich im Durchschnitt 120 Liter pro Kopf verbraucht. Jetzt, an den heißen Tagen, rechnen die Stadtwerke mit bis zu 150 Litern pro Kopf und Tag. Was zu beobachten ist, sind über die Jahre hinweg immer weniger Niederschläge bei schwankendem Wasserverbrauch. So wurden in Hemer am Donnerstag 38,28 Grad im Schatten gemessen, dabei haben die Stadtwerke 6742 Kubikmeter Wasser abgegeben. Am 19. Juli 2014, dem heißesten Tag des Vorjahres (ein Samstag), waren es nur 5271 Kubikmeter. Wenige Tage davor war es nicht so heiß, allerdings wurden am 10. Juli 2014 (ein Donnerstag) mit 5769 rund 500 Kubikmeter Wasser mehr abgegeben. Eine Gesetzmäßigkeit ist also nicht zu erkennen.

Die Wasserversorgung als solche ist nach Gredigs Angaben aber nicht gefährdet. „Wir haben nicht nur eigene Ressourcen, sondern werden auch von der Gelsenwasser beliefert. Das bestätigte auch die SWH Geschäftsführerin Monika Otten: Im Bedarfsfall kann jederzeit auf den Partner Gelsenwasser zurückgegriffen werden.