Vom sonnigen Apricke ins dunkle Brasilien
03.10.2007 | 00:00 Uhr 2007-10-03T00:00:00+0200Deilinghofen. (cast) Dass Pater Beda eine magische Anziehungskraft hat, ist längst bekannt, und so war es auch gestern Vormittag in Apricke. Der Bürgerverein hatte zu einem ökumenischen Gottesdienst in das Vereinsheim und ein angrenzendes Zelt am Riemker
"Vor 50 Jahren habe ich mich aus Apricke nach Brasilien verabschiedet. Mit Tränen in den Agen saß ich im Flugzeug", erinnerte sich Beda gestern im Dorf. 94 Auftritte hatte er zusammen mit einigen brasilianischen Freunden in den vergangenen Monaten in Deutschland, 25 000 Menschen hat er von der Armut und seinen Erlebnissen berichtet. In Apricke wurde die Armut durch die brasilianischen Kinder dargestellt. So mancher hatte einen gehörigen Kloß im Hals, und der Respekt für Bedas Arbeit ist riesengroß. Aber der Pater machte deutlich: "Ohne Gott geht nichts, der Glaube an Gott gibt Kraft und macht stark!"
Die Kollekte des Gottesdienstes am Tag der deutschen Einheit war für Brasilien bestimmt, und so wurde beherzt in die Geldbörse gegriffen. Beda machte deutlich: "Wir leben auf der Sonnenseite!"
Der Gottesdienst war auch musikalisch ein besonderer, denn neben der Musik der Gäste aus Brasilien gab es Beiträge der Chorgemeinschaft bestehend aus dem Männerchor und dem Frauenchor Apricke sowie dem Männerchor 2000.
Zudem war es nicht nur für den BV-Vorsitzenden Heinz Alich eine große Freude, Nadine Sträter mit ihrer gewaltigen Stimme in Apricke zu hören. Die Musikstudentin kam zwar durch eine Verletzung humpelnd in den Gottesdienst, aber ihrer Stimme schien dieses Manko nicht zu schaden. Begleitet wurde sie durch den erfahrenen Willi Keune am Klavier. Keune dirigierte zudem den Chor.
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