Vierfacher Sirenenalarm für Wehr

Chemieunfall in einer Galvanik  an der Iserkuhle Deilinghofen
Chemieunfall in einer Galvanik an der Iserkuhle Deilinghofen
Foto: IKZ

Deilinghofen..  Die Martinshörner wollten am Freitagmorgen nicht verstummen, gleich viermal heulten die Feuerwehrwehrsirenen im Stadtgebiet: Einen hektischen Einsatztag hatten Hauptwache und Löschzüge der Feuerwehr.

Der unruhige Morgen begann um 7.22 Uhr. Über einem Galvanikbetrieb an der Iserkuhle in Deilinghofen stieg eine dichte Rauchsäule auf. Feueralarm wurde ausgelöst. Vor Ort stellte sich der Einsatz allerdings als Chemiealarm heraus. In der Galvanik waren versehentlich Säure und Lauge vermischt worden. Durch die chemische Reaktion entstand eine große Wasserdampfwolke. Die Feuerwehr rückte mit Hauptwache, Löschzug Deilinghofen und einem Tanklöschfahrzeug aus Ihmert zum Einsatzort aus. Vor Ort war die chemische Reaktion bereits am Abklingen. Unter Atemschutz überwachte die Feuerwehr die Reaktion und sinkende Temperatur in dem Behälter. Verletzt wurde niemand. Für die Umgebung bestand nach Angaben der Feuerwehr keine Gefahr. Die weitere Entsorgung übernahm eine Spezialfirma.

Gefahrstoffalarm ander Hönnetalstraße

Nur wenige Minuten nach Einsatzende heulten um 8.53 Uhr erneut die Sirenen in Deilinghofen. Die Polizei hatte auf der Hönnetalstraße vor Café Heermann einen Gefahrstoff-Lastwagen angehalten, weil es aus einem Anschlussschlauch tropfte. Die Feuerwehr löste Gefahrstoffalarm aus und alarmierte auch die Dekontaminationseinheit aus Sundwig. Geringe Mengen Chlorwasserstoffsäure waren in den Auffangbehälter des Lastwagen getropft und konnten abgebunden werden.

Um 10.50 Uhr dann der nächste Einsatz: Die Brandmeldeanlage des Altenheims der Hermann-von-der-Becke-Stiftung hatte ausgelöst. Diesmal wurde der Löschzug Mitte alarmiert. Schnell konnte Entwarnung gegeben werden. Ein Bewohner hatte gekocht und durch den Rauch den Brandmelder aktiviert.

Kaum zurück auf der Wache folgte der nächste Einsatz. An der Ostenschlahstraße hatte eine Hausbewohnerin gegen 11.26 Uhr die Feuerwehr gerufen, weil sie gedacht hatte, Gas zu riechen. Die Wache rückte samt Löschzug Mitte aus. Rund 25 Kräfte waren im Einsatz.

Die Feuerwehr und auch die benachrichtigten Stadtwerke gaben dann aber Entwarnung. Die Ostenschlahstraße war während des Einsatzes komplett gesperrt.

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