Viele neugierige Anrufer störten die Suche nach dem Kind

Hemer..  Der am Sonntagabend über Hemer kreisende Hubschrauber hat auch für großen Gesprächsstoff in den sozialen Netzwerken gesorgt. Bei Facebook berichteten die User im regen Austausch, wo der Hubschrauber gerade ist, viele Bürger fragten dann direkt telefonisch bei der Polizei nach, warum denn der Helikopter unterwegs sei. Darüber zeigte sich die Polizei nicht besonders erfreut, störten die Anrufe doch die Arbeit der Beamten, weil sie immer wieder unterbrochen wurden. Interessant waren Angaben, dass es drei Hubschrauber seien, die nach dem Kind suchen würden. Die Polizei hatte am Sonntag definitiv nur einen Helikopter im Einsatz, wie auch Polizeipressesprecher Dietmar Boronowski gestern bestätigte.

Junge war zuletzt um 16 Uhr zu Hause gesehen worden

Der gesuchte Junge war am Sonntag um 16 Uhr zuletzt zu Hause gesehen worden, erst gegen 20.40 Uhr meldete sich die Mutter bei der Polizei, die sich sofort auf den Weg machte und eine Suchaktion im gesamten Stadtgebiet einleitete. Die Hemeraner Polizisten wurden bei der Suche unterstützt von ihren Kollegen aus Altena, Iserlohn und Menden. Dazu kamen zwei Hundeführer – einer aus Iserlohn, der andere aus Oberhausen. Zudem forderte die Polizei den Hubschrauber „Hummel“ an, der kurz vorher einen anderen Einsatz in der Region hatte. Mit Wärmebildkameras wurde so auch aus der Luft das Kind gesucht.

Lobenswert ist der Polizei aufgefallen, dass einige User sich nicht der Sensationsgier hingaben, sondern tatsächlich Schuhe und Jacke anzogen und sich ebenfalls auf die Suche begaben – viele mit dem beängstigenden Gedanken, dass es ja auch das eigene Kind sein könnte, das vermisst wird. Groß war die Freude auf allen Seiten, dass der Junge wieder wohlbehalten zu Hause bei seiner Mutter gelandet ist.

Keine Absprache unterden Müttern?

Wie die Polizei mitteilte, soll das Kind schon einige Male sein Zuhause verlassen haben, ohne der Mutter Bescheid zu geben. Dieses Mal zog es sich bis in die Abendstunden, was noch mehr Anlass zur Sorge gab und das Großaufgebot der Polizei forderte. Anscheinend hatte es keine Absprache unter den Müttern gegeben, denn erst als sie den Hubschrauber kreisen sah, meldete sich die Frau, bei der das Kind untergekommen war direkt bei der Polizei und nicht erst bei der besorgten Mutter, die in der selben Straße wohnt.