Vergnügen am Lamberg
09.12.2011 | 15:10 Uhr 2011-12-09T15:10:00+0100
Hemer. Ein Sport- und Vergnügungscenter am Lamberg stößt bei der Politik auf mehr Gegenliebe, als das Sport- und Kulturprojekt eines Deutsch-Türkischen Sport- und Kulturvereins. Beide Investoren haben für den früheren Sportpark Lamberg eine Änderung des Bebauungsplanes beantragt. Das rund 8500 Quadratmeter große Gelände ist seit Jahren ungenutzt und steht zum Verkauf.
Alle Fraktionen sprachen sich im Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr für das Projekt B aus, ohne genauere Begründung. Der Investor möchte die Tennishallen weiter für Sport (Volleyball, Soccer) zur Verfügung stellen. In Richtung Eisenbahnschleife soll eine rund 1800 Quadratmeter große Spielhalle mit Sportwetten und Gastronomie errichtet werden. Die Zuwegung soll durch die Eisenbahnschleife erfolgen. Auch hierfür müssen noch Gutachten eingeholt werden.
Für dieses Projekt beginnt nun die Änderung des Flächennutzungsplanes und des Bebauungsplanes, in deren Verfahren auch die Bürger beteiligt werden. Ein Sondergebiet mit Zweckbestimmung soll ausgewiesen werden, auch um die Umwandlung in Diskothek oder Tanzclub zu verhindern.
Parallel hat die Politik die Aufstellung eines Vergnügungsstättenkonzeptes beschlossen, das Zahl und Ort von Spielhallen und Wettbüros regeln soll. Durch eine mögliche Zulässigkeit von Sportwettbüros könnte sich der Ansiedlungsdruck im Stadtgebiet noch erhöhen. Dieses Konzept wird sich auch mit dem Projekt am Lamberg beschäftigen. Daher möchte die Grüne Alternative erst das Ergebnis abwarten und stimmte gegen die Bebauungsplanänderung.
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