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Untrügliche Anzeichen für Überwachungsbedarf

09.02.2010 | 12:50 Uhr
Untrügliche Anzeichen für Überwachungsbedarf

Hemer. Die Verkehrsunfallentwicklung in Hemer war 2009 erneut rückläufig. Die Polizeiwache nahm insgesamt 1019 Verkehrsunfälle auf, 17 weniger als in 2008.

Das Unfallaufkommen ist somit im dritten Folgejahr leicht rückläufig. Diese erfreuliche Entwicklung spiegelt sich im statistischen Unfallhäufigkeitsschlüssel. Hier nimmt Hemer zum dritten Mal in Folge im überörtlichen Vergleich der Gemeinden eine gute Position ein: „Der statistische Vergleichswert ist über die Jahre kontinuierlich gesunken und liegt deutlich niedriger als der Kreis- und Landesdurchschnitt”, stellt Wachleiter Gunther Lill fest: „Der Straßenverkehr ist in Hemer nach wie vor überdurchschnittlich sicher.”

Seit 2006 ist in Hemer kein Mensch mehr im Straßenverkehr tödlich verunglückt. Bei 94 Unfällen in 2009 wurden 121 Personen verletzt (14 Schwer- und 107 Leichtverletzte). Gegenüber 2008 ist das ein Rückgang um 20 Unfälle und zehn Verletzte. Im Vergleich des Verletztenaufkommens mit anderen Städten nimmt Hemer eine ausgesprochen gute Position ein.

Es gab 22 verletzte Kinder (24 in 2008); zwei Schwerverletzte darunter ist eine erfreulich geringe Zahl. Acht Jugendliche verunglückten im Straßenverkehr, also eine Reduzierung um vier Verletzte gegenüber 2008. Alle betroffenen Jugendlichen kamen 2009 mit leichten Blessuren davon.

Bei den „jungen Erwachsenen” (18 - 24 Jahre) gab es 22 Verletzte; ein Anstieg um eine Person, 18 Leicht- und „nur” vier Schwerverletzte.

Auf Hemers Straßen verunglückten zwölf Senioren. Das ist ein Zuwachs um zwei Personen. Immerhin waren 2009 bei Älteren nur leichte Verletzungen zu verbuchen. In den übrigen Alterskategorien wurden in 2009 insgesamt 57 Personen verletzt (50 leicht und sieben schwer).

Im Jahre 2009 wurden im Stadtgebiet 44 Alkohol- oder Drogenfahrten am Steuer festgestellt. Das Ergebnis liegt damit um 30 Fälle niedriger als 2008. Von den 44 Delikten waren acht in Verbindung mit Unfällen (minus drei Fälle).

Die Zahl der Unfallfluchten lag mit 231 Fällen fast so hoch wie in 2008 (229). 108 Verfahren wurden aufgeklärt (110 in 2008). Die Aufklärungsquote (47 %) liegt im Kreis- und Landesdurchschnitt.

Bei ihrer Verkehrsunfallbekämpfung hat Hemers Polizei in 2009 bei Kontrollen 3906 Anzeigen und Verwarnungsgelder verhängt. Tempokontrollen waren ein wesentlicher Überwachungsschwerpunkt. Bei 395 Laserkontrollaktionen wurde 1926 Verstöße geahndet (davon 229 Anzeigen). 32 Fahrer waren so übermäßig schnell unterwegs, dass Fahrverbote zu verhängen waren.

„Es gilt, die Landesgartenschaustadt 2010 in puncto Verkehrssicherheit weiterhin auf einem der guten vorderen Statistikplätze im Kreis zu halten”, erklärt Hauptkommissar Lill in einem bewertenden Ausblick. Den Aspekten Tempo sowie Alkohol/Drogen im Verkehr werde man besondere Aufmerksamkeit widmen: Wenn die Zahl der Fahrverbote in einem Jahr um 33 % steige und die Zahl der Tempoanzeigen um über 16 %, seien das untrügliche Anzeichen für Überwachungsbedarf. Auch der Insassensicherung will die Polizei intensive Beachtung schenken und alle Anstrengungen unternehmen, um den Deliktbereich „Fahrerflucht” zu bearbeiten.

Paul Kramme

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