Ungebrochener Einsatz für die Ärmsten

Zum wiederholten Male war Karla Schefter auf Einladung der GAH in der Felsenmeerstadt zu Gast und konnte sich über eine Spende für ihr Hilfsprojekt freuen.
Zum wiederholten Male war Karla Schefter auf Einladung der GAH in der Felsenmeerstadt zu Gast und konnte sich über eine Spende für ihr Hilfsprojekt freuen.
Foto: IKZ

Hemer..  Seit 25 Jahren wie ein Fels in der Brandung - das ist das Chak-e-Wardak Hospital in Afghanistan. Karla Schefter und das Komitee sorgen dafür, dass vor Ort in der Provinz medizinische und humanitäre Hilfe geleistet wird. Sie bieten zudem Schul-, Aus- und Weiterbildungsangebote sowie Arbeitsplätze an. Seit Jahren schon wird das Hilfsprojekt von der Grünen Alternative Hemer (GAH) unterstützt.

Seit 24 Jahren berichtet Karla Schefter in Hemer

Vor 24 Jahren war Karla Schefter das erste Mal in Hemer zu Gast und kommt seitdem regelmäßig, um über die Fortschritte und die aktuellen Probleme im afghanischen Hospital zu berichten. Jedes Mal aufs Neue ist es ergreifend, wenn die engagierte Projektleiterin, einst leitende OP-Schwester in den Städtischen Kliniken Dortmund, von ihrem unermüdlichen Einsatz im Krisengebiet erzählt. Am Montagabend war es in der Stadtbücherei wieder einmal soweit, die GAH hatte zu einem interessanten Abend mit Karla Schefter eingeladen. Auch wenn sie zuletzt im Vorjahr in Hemer zu Gast war, gab es doch schon wieder einiges aus der Zwischenzeit zu berichten.

Aufgrund der Landflucht verzeichnet das Krankenhaus in der Provinz einen leichten Patientenrückgang. Dennoch kommt es für Karla Schefter nicht infrage, die Menschen vor Ort im Stich zu lassen, hat man im Chak-e-Wardak Hospital doch noch viel vor. Aus einfachsten Mitteln, eher behelfsmäßig, wurde 1989 das Hospital langsam aufgebaut. Damit es zu dem in der Provinz äußerst anerkannten Krankenhaus wurde, brauchte es viel. Neben den Spenden ist es dem unermüdlichen Einsatz von Karla Schefter zu verdanken, dass das Chak-e-Wardak auf eine solch lange, beständige Geschichte zurückblicken kann.

Die Akzeptanz in der von Krisen gebeutelten afghanischen Provinz ist groß. „Die friedliche Insel schlechthin“, mit diesen Worten beschreibt Karla Schefter das Krankenhaus, in dem bislang weit über eine Million Patienten behandelt wurden. Sogar vom Provinzgouverneur gab es anlässlich des 25-jährigen Bestehens eine Auszeichnung.

Große Anerkennung für das Chak-e-Wardak-Hospital

Bewegte Bilder können oftmals mehr aussagen als Worte und so hatte Karla Schefter zwei Filme mit im Gepäck, wenngleich sie natürlich auch wieder lebhaft berichtete und sich im Anschluss in einer Diskussion den Fragen der Gäste stellte. Der erste Film drehte sich rund um das 25-jährige Jubiläum. Es wurden Aufnahmen vom Jubiläumsfest in Kabul gezeigt und verschiedene Mitarbeiter und Patienten interviewt. Gerade bei den Patienten war der Tenor einheitlich: „Ohne das Krankenhaus wären wir verloren!“ In einem weiteren Film stellt sich das Krankenhaus, das rund 45 Kilometer von Kabul entfernt für die Provinz ein Glücksfall ist, mit seinen verschiedenen Abteilungen vor und dokumentiert die Aufbauleistung von Karla Schefter. Mit viel Liebe haben die Kameraleute, alles Mitarbeiter des Krankenhauses, Momente und Stimmungen hautnah mit der Kamera eingefangen. Erst anschließend waren bei der Bearbeitung des Materials Fachleute am Werk.

„Uns geht es um die Menschen“, so beschreibt Karla Schefter das, was ihr und ihren Mitarbeitern vor Ort wichtig ist und wofür sie kämpfen. Mit ihrem Anliegen konnte sich die Projektleiterin auch diesmal der Unterstützung der GAH gewiss sein, so überreichten der Ortsvereinsvorsitzende Marcel Büttner und Bernd Schwarz einen 500 Euro-Scheck.

Zudem wurde obligatorisch nach der Veranstaltung noch mit einem Hut für den guten Zweck gesammelt. Und auch weiterhin wird die GAH Karla Schefter und ihrem Projekt verbunden bleiben und sie hoffentlich bald wieder in Hemer begrüßen.