Unfallstatistik für 2007: Polizei ist zufrieden
26.02.2008 | 12:26 Uhr 2008-02-26T12:26:00+0100
Hemer. 1073 Verkehrsunfälle gab es 2007 in Hemer, ein Plus von 6,1 %. Die Polizei ist dennoch zufrieden mit der Statistik für die Felsenmeerstadt.
2007 ohne Unfalltote sei im dritten Jahr in Folge das Wichtigste und das Wesentliche, erläutert Hauptkommissar Gunther Lill die Hauptsache. Die meisten Unfälle ereigneten sich auf den Hauptverkehrsadern: B 7, Hauptstraße, Bahnhofstraße, Hönnetalstraße, Iserlohner Straße, Altenaer und Ihmerter Straße.
2007 war landes- und bundesweit von steigenden Unfallzahlen geprägt. Die außergewöhnlich milde Witterung im Frühjahr verursachte ein höheres Verkehrsaufkommen mit entsprechenden Folgen für die Unfallstatistik.
In Hemer ereigneten sich 108 Verkehrsunfälle (78 in 2006) mit 132 verletzten Personen (95). Zur besonders schützenswerte Zielgruppe der Kinder im Straßenverkehr ist zu berichten, dass das positive Resultat aus 2006 mit nur sechs verletzten Kindern leider nicht erreicht wurde: 18 verletzte Kinder entsprechen dem Niveau der Jahre 2004 und 2005. Erfreulich ist, dass ganz überwiegend nur leichte Verletzungen zu verzeichnen waren (15); nur drei Mal erlitten kleine Menschen in Hemer schwere Verletzungen.
Bei der Gruppe der „jungen Erwachsenen (18 - 24 Jahre) stieg die Verletztenzahl um 18 Personen auf nunmehr 27 - zum Glück nur mit einem Schwerverletzten.
2007 wurden am Ort 99 Fälle von Alkohol/Drogeneinfluss am Steuer bemerkt: 22 weniger als 2006. Von den 99 Delikten waren acht mit Schadensfolge (Unfall z. B.), ein Rückgang um drei Fälle.
Unfallfluchten: Aufklärungsquote 46 Prozent
Die Zahl der Unfallfluchten nahm in 2007 leider zu: 215 Fälle in 2006 und jetzt 228 Versuche, sich als Unfallverursacher „aus dem Staub” zu machen und der Verantwortung zu entziehen. 105 Unfallflüchtige wurden ausfindig gemacht. Die Aufklärungsquote liegt damit knapp über 46 %.
Mehr als verdoppelt haben sich in Hemer die Unfälle mit Kradfahrern. Die Anzahl der verletzten Zweiradfahrer stieg von acht auf 20 Personen. Diese Negativentwicklung ist auch in NRW zu beobachten.
37 Raser gaben 2007 ihre Führerscheine ab
Die Überwachungstätigkeit war ganz wesentlich auf Bekämpfung der ewigen Hauptunfallursache „Tempo” ausgerichtet. Im Jahr wurden an 406 Laserkontrollstellen 1415 Verwarnungen erteilt und 241 Anzeigen erstattet. 37 besonders rasante Fahrzeugführer mit extremen Verstößen gaben ihre Führerscheine ab.
Trotz gestiegener Unfall- und Verletztenzahlen ist Hemers Straßenverkehr überdurchschnittlich sicher. Im Maßstabs-Quervergleich aller Städte im MK belegt die „Landesgartenschaustadt 2010” einen positiven Spitzenplatz. Nur das gebirgige Nachrodt-Wiblingwerde hat ein niedrigeres Verunglücktenaufkommen - in Relation zur Bevölkerung. Auch die Tatsache, dass in Hemer kein Mensch im Straßenverkehr ums Leben kam, ist im Quervergleich mit zahlreichen anderen Städten eine positive Ausnahme. Bei der Gesamtzahl der Verkehrsunfälle liegt Hemer ebenfalls auf einem gutem Platz im oberen statstischen Drittel. Trotzdem fühlt sich die Polizei herausgefordert: Es gilt, die Fallzahlen zu reduzieren. Wachleiter Lill: „Dies wird nicht einfach zu erreichen sein, da Verkehrsunfälle dynamische Geschehensabläufe mit vielfältigen Ursachen sind und auch die Witterung offensichtlich wesentlichen Einfluss auf die Unfallhäufigkeit hat. Es ist eine intensive und beharrliche Verkehrssicherheitsarbeit erforderlich. Dabei wird die Bekämpfung der Unfallursache Nr. 1 - Geschwindigkeit - und die Senkung von Zweiradunfällen im Mittelpunkt stehen.”
14:30
Mein Dank gilt den Polizeibeamten, die hier mit ihrem Einsatz für das sehr gute Resultat gesorgt haben. Weiter so ....