Tourismus im Sauerland soll moderner aufgestellt werden

Dr. Jürgen Fischbach referierte auf der Jahreshauptversammlung des Verkehrsvereins im Jugend- und Kulturzentrum
Dr. Jürgen Fischbach referierte auf der Jahreshauptversammlung des Verkehrsvereins im Jugend- und Kulturzentrum
Foto: IKZ

Hemer..  Wie man im Sauerland seine Freizeit am besten nutzen kann, erklärte am Dienstag im Jugend- und Kulturzentrum Dr. Jürgen Fischbach von „Sauerland-Tourismus“. Der Verkehrsverein hatte zu seiner Jahreshauptversammlung eingeladen und stellte das Thema Tourismus im Sauerland in den Vordergrund.

„30 Prozent der Besucher unserer Stadtfeste sind Iserlohner“, sagte der Vorsitzende Peter Reinhard zu Beginn der Jahreshauptversammlung. Dies sei ein Zeichen, dass sich die Arbeit im Bereich des Tourismus in Hemer gut entwickele – doch nicht nur Hemer sei ein beliebtes Ziel für Naturliebhaber. Das große Gebiet Sauerland locke jährlich Millionen von Touristen an. Unter dem Titel „Die Bedeutung des Tourismus für unser Sauerland“ stand somit der Vortrag von Jürgen Fischbach. Die Region neu entdecken – sei es durch Wandern, Rad fahren, den Wintersport, die Sauerland-Höhlen und die Seen – waren Inhalte des Vortrags.

„Das Sauerland ist Ausflugsziel Nummer eins für Nordrhein-Westfalen und angrenzende Gebiete - die Landesgartenschau selbst hat in Hemer einen starken Impuls gesetzt“, so Fischbach. Der Großteil der Touristen selbst kommt aus NRW. Lediglich zehn Prozent der Touristen kommen aus anderen Gebieten Deutschlands. Aber auch die Niederländer sind gut vertreten.

Neue Projekte sollen den Bekanntheitsgrad stärken

Kerngebiete sind hierbei die Wander- und Radwege, der Wintersport, die Seen, Höhlen, Golfplätze und auch die Industrie, die durch Werksverkäufe viele Käufer anlockt.

„Doch die meisten kennen nur die klassischen Ziele wie die Attahöhle oder zum Beispiel den Biggesee“, sagt Fischbach. Ab jetzt sollen deshalb neue Projekte anlaufen und der Tourismus moderner dargestellt werden. Die ersten Schritte hierfür wurden schon eingeleitet. So gibt es nun die Sauerland-Spuren. Diese Rundwege sind kürzer und komfortabler. „Es soll einfacher sein, aber trotzdem dabei ein schönes Naturerlebnis ermöglicht werden“, so Fischbach. Wer sich also lieber die ganztägigen Wanderungen über den Fernwanderweg Sauerland –Höhenflug sparen möchte, kann sich an den kleinen zwei- bis dreistündigen Routen erfreuen. Die neuen einheitlichen Info-Tafeln erleichtern den Wanderern das Finden der Wege und das „ganze Kuddelmuddel an Schildern“, sei somit beseitigt, sagt Fischbach. Sollte jedoch trotzdem einmal jemand verloren gehen, gebe es immer noch die Sauerland-Rettungspunkte, mit denen die Feuerwehr Verirrte schnell lokalisieren könne.

Auch neu ist das Touren-Portal im Internet. Hier können sich Wanderlustige ihre Touren selber zusammenstellen und sich die Daten auf ihr Handy oder GPS Geräte runterladen oder ausdrucken. Für die Radfahrer gibt es ab sofort die sogenannten Fahrradbusse. Wer zum späten Abend keine Lust mehr hat, sich auf das Rad zu schwingen, kann problemlos mit dem Bus den Rückweg antreten.

Sauerland kann es auch mit Kulturhochburgen aufnehmen

Fischbach erklärt stolz: „Wir als Sauerland können es auch mit Kulturhochburgen wie dem Ruhrgebiet aufnehmen.“ Bei all dem dürfe natürlich eines nicht vergessen werden: Tourismus ist ein wichtiger Standortfaktor. „Alleine die Tagesausflüge machen die Hälfte des Umsatzes der Wirtschaft aus, und somit kommt dies auch der Bevölkerung und den Kommunen zugute“, sagte Fischbach. Und wie es Peter Reinhard treffend zum Abschluss bemerkte: „ Wir sind auf einem guten Weg, unsere Stadt und das Sauerland weiterzuentwickeln.“