Tief verwurzelt im Dorf und stets engagiert für die Firma

Ihmert..  Er war eine herausragende Unternehmerpersönlichkeit, stets engagiert für die Firma und ihre Mitarbeiter und zugleich tief verwurzelt im Dorf und Vereinsleben: Albrecht „Abbi“ Koch ist am Mittwoch im Alter von 91 Jahren gestorben, nur eine Woche nach dem Tod seiner Gattin Liesel.

Albrecht Koch ist eine waschechte „Hottenfurt“, wie die Ihmerter einst genannt wurden. Der gelernte Kaufmann baute nach dem Zweiten Weltkrieg zusammen mit Heinrich Koch die Ihmerter Maschinenfabrik auf. Unter seiner Leitung entwickelte sich das Unternehmen zu einem international bedeutenden Hersteller von Drahtmaschinen. Den hohen Exportanteil und damit auch die Arbeitsplätze sicherte Koch durch zahlreiche Geschäftsreisen. Bis ins hohe Alter hat er als Seniorchef die Entwicklung des Unternehmens maßgeblich beeinflusst.

Für den „Weltenbummler“ durfte sein Heimatdorf aber nie zu kurz kommen. Politisch vertrat er die Bürger von 1958 bis 1972 als Ihmerter Gemeinderatsmitglied. In vielen Vereinen war Koch Mitglied und Mäzen. Besonders dem Schützenwesen war er stets verbunden. Nach dem Eintritt in die 2. Kompanie im Jahre 1950 wurde er 1959 Vorsitzender des BSV Ihmert, 1963 Oberst und schließlich Ehrenoberst. Im Jahre 1951 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Ihmerter Spielmannszuges, dessen Ehrentambourmajor er war. Auch die Freiwillige Feuerwehr konnte auf seine Unterstützung bauen, so tauften die Blauröcke einen Löschwagen auf den Namen „Abbi“. Die Stadt würdigte seinen „jahrzehntelangen persönlichen Einsatz im Vereinsleben“ 1994 mit der Verleihung des Ehrenbriefes.

Von „Abbi“ Koch und seiner Ehefrau Liesel nimmt das Dorf am Freitag, 24. April, Abschied.