Teile der Stalag VIa-Ausstellung auch in Moskau und Hemer zu sehen

Bürgermeister Michael Esken in Hemers Partnerstadt Schelkowo
Bürgermeister Michael Esken in Hemers Partnerstadt Schelkowo
Foto: IKZ

Hemer..  Es war ein strammes Programm, das aber auch Freude bereitete: Bürgermeister Michael Esken war zusammen mit zwei jungen Sportlerinnen in Hemers Partnerstadt Schelkowo und kam mit vielen Eindrücken wieder zurück. Während die beiden Mädchen bei der Spartakiade an den Start gingen und gute Leistungen ablieferten, traf sich Hemers erster Bürger unter anderem mit dem neuen Chef der Verwaltung, Alexeij Valov, in Schelkowo. In der russischen Verwaltung gibt es kleine Veränderungen, und in den Gesprächen wurde deutlich, dass man trotz der globalen Probleme die freundschaftlichen Beziehungen der beiden Städte auf jeden Fall weiter pflegen möchte. „Die Politik hat ja nichts mit den zwischenmenschlichen Beziehungen zu tun“, betonte Esken. Im Gepäck hatte der Bürgermeister auch die Ehrennadel, die der Rat der Stadt Hemer an Arotjun Lobjan verliehen hatte.

Zwei Fernseh-Interviews standen für Esken an. Zum einen besuchte er die städtische Galerie Schelkowos, wo derzeit eine Ausstellung zum Thema Stalag VIa gezeigt wird. „In dieser Ausstellung gibt es Fotografien, die ein ehemaliger Häftling heimlich gemacht hat. Diese Bilder sind aufgetaucht und werden nun der Öffentlichkeit gezeigt“, so der Esken, „auch 70 Jahre nach Kriegsende ist das bedeutend“. Im Juni soll ein Teil der Fotografien in der Staatsgalerie in Moskau gezeigt werden. Eingeladen sind dann auch die Hemeraner. Michael Esken wird in diesem Zusammenhang den Verein für Hemeraner Zeitgeschichte ansprechen. Dass diese Ausstellung auch in der Felsenmeerstadt gezeigt wird, ist durchaus denkbar. In der städtischen Galerie wurde Esken von einem TV-Team befragt, und zudem gab es einen zweiten TV-Auftritt zum Thema deutsch-russische Freundschaft.